Posts Tagged ‘kommunikation’

zu lesen und zu hören, was es so über die Windelfreiheit "zu sagen" gibt. Selbstverständlich aus dem Mund jener Leute, die eigentlich so gut wie keine Ahnung haben und deren Vorurteile oder Urteile äußerst interessant wie auch amüsant ausfallen. Ganz so, als würde vor diesen Aussagen die Logik einfach mal auf aus geschalten werden. Zugegeben, die meisten dieser Vorurteile lesen sich wie Rechtfertigungen oder Verurteilungen um selbst etwas besser da zu stehen. Windelfrei machen nur die ganz Verrücken, entspannte Eltern verwenden lieber Windeln. Schließlich wollen wir ...

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Toleranz ist im Augenblick in aller Munde - und ich kann es verstehen. Toleranz ist ja ein wichtiger Bestandteil unseres Miteinanders und ein achtsamer und toleranter Umgang miteinander eigentlich eine Grundvoraussetzung für ein friedliches Miteinander. Bei all den Diskussionen fällt mir aber eines auf (und das eigentlich nicht erst in jüngster Zeit): als tolerantes Verhalten wird oft nur jenes Verhalten bezeichnet, welches dem Anders sein am nächsten kommt bzw. dieses nachahmt. Ich bin immer wieder ganz erstaunt, wenn mir in Gesprächen Leute ganz vorsichtig gestehen, dass sie etwas anders machen als wir. Aber warum? Lebt unsere Gesellschaft nicht eben von dieser Vielfältigkeit? Und wäre es nicht schrecklich wenn wir alle alles gleich machen würden? Abgesehen davon: wer meint, das Toleranz nur dann ....

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Eltern-Kind-Beziehung heißt miteinander. Nicht gegeneinander und auch nicht „geschieht nur zu deinem Besten“ oder noch schlimmer „ …, weil ich dich liebe“. Welche Liebe kann das sein, die bewusst verletzt? Oder abweist? Oder sich zwecks Lerneffekten gegen den kleinen Menschen richtet? Oder belügt? Misstraut?

Ja aber irgendwer muss dem Kind doch lernen, dass…
Ich habe keine Ahnung warum wir ein derartiges Misstrauen gegen uns selbst hegen und warum so viele Menschen felsenfest davon überzeugt sind, dass der kleine Mensch prinzipiell einmal und von Anfang an schlecht ist und erst zu etwas „Besserem“ erzogen werden müsste.
Aber Vertrauen kommt nicht von Misstrauen, Zuhören nicht von Überhört werden und Achtsamkeit nicht von Ignoranz. Wie können wir Vertrauen und Zuhören und Achtsamkeit von diesen kleinen heranwachsenden Wesen erwarten, wenn wir es ihnen nicht entgegen bringen. Und nein, Erziehung macht das nicht. Ganz im Gegenteil. Erziehung drängt den kleinen Menschen meist in eine Ecke und begegnet ihm mit Misstrauen. Oder handelt auf Basis von Eventualitäten, die wiederum davon ausgehen, dass der kleine Mensch prinzipiell schlechte Absichten in sich trägt und diese von Vornherein im Keim erstickt werden. Damit aus dem „kleinen schlimmen Hänschen“ kein „großes schlimmes Hänschen wird“ – das in Anlehnung an den so gerne zitierten Hänschen-Spruch – der ja eigentlich auch ganz gut zum Bildungsthema passt und der gängigen Idee, alles möglichst schnell in den kleinen Kopf hineinzustopfen, damit es abgehackt werden kann – vor allem aber auch, damit es nicht irgendwann vielleicht zu spät ist.
Intakte Beziehung braucht keine Maßnahmenpakete
Und kein Erziehungsprogramm. Und nein, als intakte Beziehungen bezeichne ich nicht jene Eltern-Kind-Beziehungen, wo ...

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Windelfrei geht bei uns überhaupt nicht. So ein Blödsinn, es funktioniert einfach nicht ...

Mein Baby gibt keine Zeichen (mehr), wehrt sich, "pinkelt" ständig daneben und überhaupt irgendwie geht gar nichts?

Natürlich "geht" oder "funktioniert" es nicht. Ein Baby funktioniert nicht und Kommunikation noch weniger. So wie eine Beziehung nicht funktioniert - auch wenn wir im alltäglichen Sprachgebrauch leider immer wieder dieses Wort gebrauchen, kann weder das Baby noch die Kommunikation funktionieren. Fakt ist: hier geht es nicht um Objekte, sondern um Babys, Kinder, Menschen

Wie hier schon oft geschrieben -Windelfreiheit funktioniert nicht, sondern ist. Die Kommunikation ist einfach. Wenn das Baby sich also nicht mehr halten lassen möchte, wenn es keine "offensichtlichen" Zeichen mehr gibt, wenn es scheinbar ständig -genau aus oben genanntem Grund- daneben macht - dann ...

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Ist die Windelfreiheit nur eine Alternative? Zu anderen Systemen und Konzepten?

Es mag vielleicht ein Alternative sein, anstatt Wegwerfwindeln Stoffwindeln oder anstatt die eine Windelsorte eine andere Sorte zu verwenden. Aber kann die Kommunikation mit dem Baby über seine Bedürfnisse wirklich als Alternative oder gar als verrückter Modetrend, der nicht von Dauer ist bezeichnet werden?

Kann man die Kommunikation oder den Umstand, dass man die Bedürfnisse seines Babys respektiert und angemessen darauf reagiert wirklich als "Alternative" oder Trend bezeichnen? Vor allem: eine Alternative zu was? Dazu die Bedürfnisse des Babys weigehend zu ignorieren, zu negieren oder zu manipulieren? Dazu das Gegenüber sei es nun ein Baby, ein Kleinkind, ein Kind oder ein Erwachsener als unvollkommen, minderwertig und unfähig anzusehen?

 

Immer wieder werde ich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass die Windelfreiheit nur eine Quälerei für Eltern und Kind sei, dass es sich hierbei nur um eine Modeerscheinung der Ökobewegung handle und dass vor allem die Kinder zu etwas gezwungen werden, wozu sie zu so einem frühen Zeitpunkt noch gar nicht fähig sind.

Quälerei? Ein Kind kommt nicht darum herum seine Blase oder seinen Darm ....

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Wenn wir wo zu Besuch sind, dann ziehe ich meiner Tochter eine Trainer-U-Hose an. Zur Sicherheit. Zwar passiert es nicht oft, dass was nass wird, aber weil ich weiß, dass es mich stressen würde, wenn Schwiegervaters Edelteppich etwas abkriegen könnte ist mir das lieber. Eine Strategie zum Lockerbleiben sozusagen. Trotzdem ist die U-Hose dann immer wieder mal nass –vielleicht eben wegen meinem Stress …

Oder neulich war eine Freundin, die windelfrei seltsam findet, bei uns zu Besuch und da mache ich mir leider auch noch immer einen Kopf, was sie denkt. Und wie soll es anders sein, 4 nasse Hosen an dem Tag, wo wir sonst immer nur eher eine haben …

 

Und sogar heute Nacht bei der Schwiegermutter im Bett hat sie zweimal in die Stoffi gepinkelt. Bei uns zuhause hat sie immer nur einen Schlafsack an den ich unten aufgeschnitten habe und es passiert so gut wie nie, dass etwas nass wird. Zweimal schon gar nicht … Sie ist gar nicht wach geworden wie normal. Ich glaube es war halt sehr aufregend alles und der Rhythmus war sicherlich auch verändert. (…)

Meine Schwiegermutter erzählt mir fast jedes Mal wieder, dass man das früher nicht gemacht hat und man gesagt hat, das die Kinder ihr Ausscheidungsbedürfnis noch nicht kontrollieren könnten und es zu psychischen Schäden führen würde usw. …

Ich mache es einfach nicht mehr zum Thema –das ist jetzt meine Strategie- aber es löst vermutlich trotzdem etwas aus in mir.

Und was mache ich, wenn der Besuch mal zuständig ist für meine Kleine?

Meine Mutter z.B. findet Windelfrei super, aber sie merkt die Zeichen nicht und wenn sie auf die Kleine aufpasst sind immer wieder Hosen nass.

 

Immer wieder erreichen mich Mails wie die oben zitierte und in Seminaren und Gruppen zählt die Frage nach dem Besuch und dem Umgang mit dem Besuch zu den Standardfragen überhaupt. Auch die Frage, was man macht wenn einmal jemand anders auf das Baby aufpasst …

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In meiner langjährigen Tätgikeit bin ich oft gefragt worden, wie man es schafft, sich selbst zu vertrauen und daran zu glauben, dass man genau weiß, wann das Baby muss. Lange Zeit suchte ich quasi nach einem einfachen Mittel, welches Eltern den Beweis erbringen würde, dass sie ganz genau wissen, wann ihr Baby muss. Bis mir vor einigen Monaten während einer Beratung die Idee kam ...

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Was kostet die Unsicherheit der Eltern? Was kostet das Wissen über die Windelfreiheit? Lässt sich dieses an nur einem Wochenende so erarbeiten, dass man Gruppen leiten kann?

 

Als ich begonnen habe mich mit der Thematik auseinander zu setzen, war von eigenen Kindern noch nicht die Rede. Ich hatte keine Ahnung wieso aber die Idee faszinierte mich, der Körperkontak, die Nähe, die Kommunikation mit den Kindern, dieses tiefe Verständnis ... Ausbildungen, Eigenstudium und dann die ersten Erfahrungen mit dem eigenen Baby ... das ist jetzt zehn Jahre her ... seit beinahe ebenso langer Zeit beobachte ich die Entwicklung der Elternbetreuung und muss zugeben, dass ich von der Zunehmenden Profitgier entsetzt bin. Noch entsetzer bin ich aber darüber, dass mit der Unsicherheit und dem dazugehörigen Wissen so viel Geschäft gemacht wird. An einem Wochenende schnell einmal eine Ausbildung zum Elterncoach ...

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Es kommt eine Phase im ersten Lebensjahr des Kindes, in der es entdeckt, dass es Dinge alleine tun kann. Will das Baby sich in der Phase nicht abhalten lassen, ist das Wort "Streik" recht schnell ausgesprochen, der Frust der Eltern und ihre Versagensängste ebenso schnell vorherrschend und das gesamte Verständnis kommt ins Wanken.

"Streik" ... alleine dieses Wort spiegelt die negative Erwartungshaltung unserer Gesellschaft in das Kind. Selbst in Kreisen, die von sich behaupten für einen liebevollen, respektvollen, artgerechten, bedürfnisorientierten Umgang mit dem Kind ...

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... hinter der Windelfreiheit? Nichts wirklich zu brauchen, von nichts abhängig zu sein und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, seinen eigenen, individuellen Weg finden und das tun, was einem selbst gut tut anstatt sich darauf zu verlassen, was andere als richtig erachten. Wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, dann würde ich gerne einmal die Frage stellen ...

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