Posts Tagged ‘freilernen’

Regenwetter lädt bekannterweise dazu ein, zuhause zu bleiben oder sich in andere gemütliche Räumlichkeiten zu begeben ....

wie zum beispiel in jene des Kind&Kegels, wo ab morgen wieder unser diesjähriges Symposium stattfindet.

Spannende Vorträge, bereichernde Workshops und interessante Diskussionsrunden sind garantiert!

 

 

SPONTANBESUCHER WILLKOMMEN! WIR FREUEN UNS AUF EUCH!

keine Grenzen setzen! Im Sinne der (Früh)Förderung des Kindes sind Erwachsene in Bezug auf das Tun des Kindes nicht nur extrem neugierig sondern zudem auch noch extrem ungeduldig und unhöflich, was die Grenzen der Achtsamkeit betrifft. Abgesehen davon gibt es meist ein ganz bestimmtes Bild davon, was „schön“ ist und „wie“ etwas getan werden muss. Abweichungen werden üblicherweise kommentiert, verbessert und beurteilt.

Kreativität“ heißt im herkömmlichen Bildungs- und Fördersystem meist Abzeichnen und Ausscheiden von Vorlagen, "Kreativität fördern" meist genaue Vorgabe und Beschränkung ....

 

Vielleicht, weil ich immer tun durfte als Kind, vielleicht, weil -bedingt durch die Freude meiner Eltern am Arbeiten mit verschiedensten Materialien- alle möglichen Materialien vorhanden waren und der Kreativität von uns Kinder in keinerlei Hinsicht Grenzen gesetzt waren, sehe ich den vorherrschenden Bastel-und-Male-schön-nach-Vorlage-Wahn äußerst skeptisch. Vielleicht aber auch, weil mich immer schon nichts mehr gestört hat als wenn ich genauen Vorgaben hätte folgen sollen. Vielleicht bin ich gerade deshalb unendlich sensibel was die Begrenzung der Kreativität betrifft.

Darf man ein Kleinkind schon mit Faden, Nadel und Stoff experimentieren lassen? Darf man es mit Schere ...

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Ob meine Tochter denn altersgemäß lernt, wurde ich gestern gefragt. Eine Frage unter Vielen, die uns immer wieder gestellt werden. Ich wusste im ersten Moment überhaupt keine Antwort. Meine Tochter hat mir das ganze dann mit einem simplen "Ich kann lesen, schreiben und rechnen." abgenommen. Unser Gegenüber war beruhigt und hat sich anderen Dingen zugewenden. Nur mich hat die Frage weiterhin beschäftigt. Denn:

Wie lernt man altersgemäß? Einerseits kann ich die Frage durchaus nachvollziehen. Schließlich ist die Angst bei vielen Menschen sehr groß, dass ein Kind welches nicht in die Schule geht "hinten nach" bleiben könnte. Ihre Angst liegt der Annahme zugrunde -wie schon so oft beschrieben- dass ein Kind ohne Förderung, Druck und Beurteilung nicht lernen würde. Andererseits stimmt sie mich auch nachdenklich. Und wieder einmal zeigt sie mir, wie wenig Vertrauen wir in unsere Kinder haben.

Nun gut, wenn Spielen, Tanzen, Musik, Gärtnern, Tiere versorgen, Malen, Kochen, Handarbeiten, Basteln, Verkaufen und Kalkulieren, Instrumente lernen, Natur beobachten, Feuer machen, Wetter beobachten und Philosophieren neben Rechnen, Schreiben und Lesen welches sich aus dem Großteil der genannten Tätigkeiten und Interessen nicht wegdenken lässt - ja dann lernt meine Tochter altersgemäß - durchaus.

Allerdings haben wir dann noch nicht darüber gesprochen ob sie bei den einzelnen Themen auch im Rahmen ihres Alters bleibt. Sie sollte ja -wenn ich hier das Schulsystem richtig verstehe- idealerweise, weder darüber noch darunter liegen. Und was wäre, wenn sie nicht altersgemäß lernen würde? Was wäre, wenn sie sich gewissen Maßstäben gemäß nicht im Rahmen bewegen würde? Was wäre, wenn sie sich für viele Dinge interessieren würde aber nicht für jene, die von ihr verlangt werden -bei Prüfungen beispielsweise. Würde sie dann trotz ihrer zahlreichen anderen Interessen in denen sie möglicherweise mehr Wissen aufweist als so mancher Erwachsene, würde sie dann trotzdem als im Lernfortschritt nicht altersgemäß eingestuft werden?

Und dann ist da noch die Frage des Lerntypen. Wo liegt hier die Grenze oder wo wird sie gezogen? Welches Kind gilt dann als auffällig? 

 

Glücklicherweise gibt es mittlerweile viele Pädagogen, die hier Veränderungen anstreben und die erkannt haben, dass es mehr um das Ganze und die Beobachtung geht, als darum hier strenge Grenzen zu ziehen und permanent einzugreifen. Generell fände ich persönlich es aber erstrebenswert, noch mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass der Lernprozess ein ganz eigener ist, der dann am harmonischsten verläuft, wenn er geschenen darf ohne forciert, kommentiert und beurteilt wird.

 

den ganzen Tag?

Oh diese Frage hören wir oft. Freilernen, Unschooling, ... meine Kinder gehen weder in den Kindergarten noch in die Schule. Sie lernen frei und zuhause. Nein, sie werden auch nicht unterrichtet, denn wenn ich sie unterrichten müsste damit sie etwas lernen, dann könnte ich sie ja gleich in die Schule geben ... also nein: sie lernen selbstbestimmt und frei zu Hause. Sie zählen zu jenen Kindern, die man Freilerner nennt.

Und das soziale Lernen? - das ist meist die erste skeptische Frage nach dem "was macht ihr denn da" - fast so als würden Kinder erst mit Schuleintritt Sozialverhalten lernen und davor vollkommen isoliert ohne soziale Kontakte vollkommen asozial dahin vegitieren. Ist diese Frage geklärt ...

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... diese findet zur Zeit in Berlin statt und soll Aufklärungsarbeit leisten und Aufmerksamkeit für ein so wichtiges Thema wie die Bildungsfreiheit erregen. Abgesehen davon gilt es Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und klar darzulegen, dass Bildung zu Hause eine Lernform ist, die vielleicht nicht für jederman passend aber neben anderen Bildungswegen ihren eigenen Wert hat.

 

"GHEC 2012 ist eine Konferenz für Bildungspioniere, Eltern sowie an Home Education/ Freilernen interessierte politische Entscheidungsträger

Bildung zu Hause (Home Education) oder Freilernen ist derzeit die am schnellsten wachsende Form primärer Bildung. So, wie Schule eine Innovation der frühen Industriegesellschaft war, sist Home Education die pädagogische Innovation der frühen Wissensgesellschaft. Home Education hat Forscher wie Immatrikulations-Zulassungsbehörden mit ihren sowohl in akademischer wie in sozialer Hinsichthervorragenden Resultaten überrascht. Allmählich entfaltet sich ein neues Verständnis von Lernen und Entwicklung, das im Laufe der Zeit unsere Ansichten über Bildung und Ausbildung ändern wird. Niemand weiß, wie Ausbildung in der reifen Wissensgesellschaft aussehen wird, aber Home Education/Freies Lernen liefert grundlegende Erkenntnisse über das Lernen der Zukunft. Sehr wahrscheinlich werden wir eine Vielfalt von verschiedenen Lernormen d für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen erleben. (...) Quelle:  http://www.ghec2012.org 

 

Warum Freilernen? Warum Lernen zu Hause? Warum ... wo es doch Schulen gibt denen man die Bildung unsrer Kinder anvertrauen kann? ...

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Wenn das Gespräch auf das Freilernen unserer Kinder fällt und ich erklärt habe, dass unsere Kinder nicht in die Schule gehen, ich sie aber auch nicht zuhause unterrichte, sondern sie selbstständig lernen, dann kommt es nach einer kurzen Denkpause meist zu folgender Frage: Und was machst du dann, wenn deine Kinder sich für etwas was sie wissen müssen nicht interessieren?

Kinder müssen sich in unserer Gesellschaft für alles interessieren. Sie müssen sich auch für jene Themen interessieren, die sie überhaupt nicht interessieren. Sie müssen ...

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Schule muss sein?

Schule wird nicht in Frage gestellt, von den wenigsten. Schule muss einfach sein ab einem gewissen Altern und die meisten sind nicht nicht einmal der Tatsache bewusst, dass wir in Österreich keine Schulpflicht sondern lediglich eine Unterrichtspflicht haben. In Österreich haben Eltern das Recht darauf ihre Kinder zum häuslichen Unterricht abzumelden und finden hier mittlerweile auch ein breites und tolles Netzwerk wo sie Information, Unterstützung und Erfahrung finden.


Ich habe meine Probleme mit dem vorherrschenden Bildungssystem, in dem es nicht um das Kind an sich geht, sondern um seine Leistung. Es ist nicht nur starr und leistungsorientiert, sondern auch darauf aus, die Schwächen eines Kindes doppelt und dreifach zu unterstreichen. Anstatt seine Stärken zu erkennen und es dort zu begleiten und zu unterstützen, versteht sich unser Bildungssystem darauf, in den Schwächen (die mitunter aus fehlendem Interesse an der Thematik entstanden sind) der Kinder zu stochern und endlose Energien dafür aufzuwenden, die bestehenden Schchen des Kindes in Stärken zu verwandeln. Dabei gehen meist auch noch die Stärken des Kindes verloren, weil es keine Zeit dafür mehr aufbringen darf.

In der Psychologie ist schon lange bekannt, dass ich die Stärken eines jeden Menschen hervorstreichen und positiv stärken muss, damit auch seine Schwächen stärker werden. Wobei ich mir an diesem Punkt die Frage erlaube, ob nicht jeder Mensch seine Schwächen haben darf und unsere Vielfalt genau darauf beruht, dass es Stärken und Schwächen gibt. Wäre die Welt nicht schrecklich langweilig, wenn jeder alles könnte und überall stark wäre?

 

Aber gerade in der Schule sollte ein Kind gut sein - überall. Und genau damit kann ich nicht. Aber lange bevor ich dass alles wusste, lange bevor ich das als Grund für das Freilernen meiner Kinder anführen konnte, war ich überzeugt davon, dass meine Kindern einmal nicht in die Schule gehen würden.

Damals war ich sieben oder acht Jahre alt. Ich war nicht unglücklich in der Schule, aber mir war unendlich fad und ich hätte gerne viel mehr gemacht, als wir machen durften. Immer wenn es spannend zu werden schien, dann war die Stunde aus und ich musste etwas anders tun. Außerdem fand ich es schrecklich ständig nur sitzen zu müssen und nicht entscheiden zu können, was ich gerne machen würde.
Ich kann nicht einmal mehr genau sagen, wann der Gednaken kam aber irgendwann war ich mir sicher, dass meine Kinder einmal nicht in die Schule gehen müssten. Das stand fest und auch nicht zur Debatte. Und so ist es auch geblieben.

 

Ich will und kann meine Kinder nicht einem System unterordnen, von dem ich weiß, dass es keinerlei Wert auf Individualität legt.

Ich weiß schon, es ist mitunter auch personenabhängig wie es einem Kind in der Schule geht. Aber prinzipiell sind auch Lehrern und Lehrerinnen die Hände gebunden in gewissen Bereichen und um ehrlich zu sein hatte ich auch nie vor russisches Roulette zu spielen und darauf zu hoffen, doch eine "tolle" Lehrerin oder einen "tollen" Lehrer für meine Kinder zu bekommen.

Mit meiner Tochter haben wir noch diesen Schulreifetest gemacht, von dem ich heute weiß, dass man ihn nicht machen muss. Im Nachhinein war es aber keine schlechte Idee, den Test zu machen, denn er hat uns ein Jahr zusätzlich geschenkt. Denn meine Tochter wurde als nicht schulreif erklärt. Nicht weil sie nicht kommunizieren oder einfache Zahlen erkennen konnte. Nein die einzige Begründung lag darin, dass meine Tochter nicht auf der Linie sondern neben der Linie schnitt. ??? Die Lehrkraft die für die Test verantwortlich war, war aber nicht in der Lage meine Tochter zu Fragen warum sie so schön neben der Linie schnitt. Denn dann hätte sie von meiner Tochter erfahren, dass sie dies schlicht und einfach aus dem -vollkommen logischen- Grund tat, um die Linie nicht wegzuschneiden ... sonst wäre ja die Linie, die den Elefanten (den sie da ausschneiden musste) zeigte ja nicht mehr da gewesen.

Das war nur eine Linie und ein Elefant. Aber derlei Dinge -Beurteilungen ohne nach dem Grund zu fragen- geschehen in der Schule oder auch im Alltag ständig.

Heute habe ich eine Mutter und ihre kleine Tochter beobachtet. Das kleine Mädchen etwa zwei Jahre alt, hat aus einer Trinkflasche Wasser in ihre zu einem Becher geformte Hand gelehrt und daraus getrunken. Es hat etwas wichtiges erkannt und riesigen Spaß daran, dies immer wieder zu probieren ... Die Mutter sah ihr Mädchen die Trinkflasche ausschütten und begann mit ihm zu schimpfen. Es sei schlimm, weil es dies tat.

Ich möchte die Mutter nicht verurteilen, denn -zugegeben- geht es mir auch manchmal so, dass ich im ersten Moment überhaupt nicht wahrnehme was meine Kinder eigentlich machen und mit welchen Hintergedanken, sondern ich sehe im ersten Moment nur, was sie tun und bilde mir mein -mitunter bedingt durch Müdigkeit und Stress- vielleicht nicht sehr objektives Urteil. In solchen Momenten muss ich mich immer wieder zurücknehmen und daran erinnern dass Kinder nicht einfach tun um mutwillig oder boshaft zu sein, sondern jede ihrer Handlungen hat einen bestimmten Hintergrund der sie wieder ein Stück weiter bringt.

Eben das möchte ich nicht aus den Augen verlieren und genau das sehe ich durch ein an Leistung orientiertes Bildungssystem verloren gehen.

In dem Sinn:

 

Nimm ein Kind an die Hand und lass dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt, die du längst vergessen hast.


Unbekannter Verfasser

 

 


Freilernen, Unschooling, Homeschooling ... das Interesse wächst! Hier ein Auszug vom Bericht über die aktuelle Situation in Österreich anlässlich der GHEC 2012 in Berlin, geschrieben von Joya. 

 

Home Schooling in Österreich – ein Überblick
GHEC November 2012, Global Home Education Conference, Berlin
Home Ed ist in Österreich grundsätzlich legal, allerdings bisher wenig bekannt und praktiziert (unter 1
% aller schulpflichtigen Kinder)
Home Ed ist als temporäre Form der Bildungsvermittlung angelegt – jährlich neu bekannt zu geben
und auch jedes Jahr Erfolgskontrolle in Form einer Externistenprüfung an einer öffentlichen oder
privaten Schule nach staatlichem Lehrplan
Unschooling ist schwierig bis unmöglich, da die Behörden freie Privatschulen mit
reformpädagogischen Methoden derzeit als nicht geeignet für die Erfolgskontrolle sehen – daher ist
unser Recht auf Bildungsfreiheit zwar vorhanden, aber stark eingeschränkt!
Die freie Wahl der Prüfungsschule ist derzeit unser wichtigstes Anliegen, das wir aktuell mit einem
Präzedenzfall vor das Höchstgericht gebracht haben. Die Entscheidung wird die Weichen für die
weiteren Aktivitäten stellen – eventuell müssen wir eine Gesetzesänderung durchsetzen.
Aktuelle Probleme:
- Blockade und mangelnde Gesprächsbereitschaft von Behörden
- Beamte sind wenig informiert über die Rechte der Home-Ed-Familien, handeln daher oft willkürlich
und gesetzeswidrig
- gesetzliche Grundlagen lassen viel Interpretationsspielraum auch zum Nachteil der Home-Ed-
Familien, daher immer häufiger entschlossener Protest mit juristischer Hilfe nötig
- Home-Ed wird nicht als gleichwertiger Bildungsweg wahrgenommen, sondern als temporäre
Notlösung, falls Schulbesuch zB aus Krankheitsgründen nicht möglich ist
Positive Entwicklungen der letzten Jahre:
- die Vernetzung der Home-Ed-Familien wird immer besser, die Bewegung wächst und gedeiht, neue
Familien können sich anschließen und fühlen sich nicht mehr isoliert
- durch den Zusammenschluss als Verein und die intensive Arbeit der letzten beiden Jahre werden
wir auch bei Behörden und Politik als Gruppe wahrgenommen
- mediales Interesse wächst, die zunehmende Präsenz führt zu wachsendem Zulauf
Thema deutsche Einwanderer:
Österreich ist kein Schlaraffenland! Bitte gut informieren und selbstbewusst auftreten.
Resumée: Es gibt noch viel zu tun!
Familiennetzwerk der Freilerner
Verein zur Förderung freier Bildung und Unterstützung von Familien im häuslichen Unterricht www.freilerner.at
Netzwerk und Vereinsstruktur „Familiennetzwerk der Freilerner“:
Stark heterogen – breites Spektrum zwischen Homeschooling und Radical Unschooling
Das Kernstück ist die Internetplattform mit einer Fülle an Informationen und einem Forum für
Austausch, Kontakte und Organisation gemeinsamer Aktivitäten
Lokale Gruppen organisieren sich dezentral
Der bundesweite Verein wurde 2010 gegründet als Präsenz nach außen, der Beitritt ist freiwillig und
nicht Bedingung für die Teilhabe am Netzwerk, die Beiträge sind sehr niedrig mit 40,- Jahresgebühr
pro Familie
Die Vereinsstruktur ist unhierarchisch, dynamisch und transparent – die Kommunikation und
gemeinsame Beschlüsse geschehen im Vereinsforum, Vorstandssitzungen werden online und für alle
Mitgliedern frei zugänglich abgehalten.
Eigenverantwortung der Familien und Freiwilligkeit wird groß geschrieben!
Familiennetzwerk der Freilerner
Verein zur Förderung freier Bildung und Unterstützung von Familien im häuslichen Unterricht www.freilerner.at

Ihr seid schon immer davon überzeugt gewesen, dass sich etwas verändern muss und ihr Teil dieser Veränderung sein wollt?

Ihr seid schon immer davon überzeugt gewesen, dass die Verbreitung der Idee eines liebevollen und respektvollen Umgangs mit dem Kind und seinen Bedürfnissen (angefangen von der natürlichen Säuglingspflege, Windelfreiheit etc. bis hin zum freien und selbstbestimmten Lernen) unterstützt gehört?

Jetzt habt ihr die Möglichkeit dazu! 

 

 

 

Der Verein für natürliches Aufwachsen und selbstbestimmtes Leben garantiert, die Verbreitung und Förderung der Idee und Praxis von Beziehung statt Erziehung, von einem liebevollen und achtenden Umgang mit dem Kind und seinen Bedürfnissen. Er garantiert eine Sensibilisierung der Gesellschaft für alle Formen von Missachtung, Gewaltanwendung und Unterdrückung im Umgang mit dem Kind und seinen Bedürfnissen sowie die Verbreitung von Idee und Praxis der natürlichen Säuglingspflege (Windelfreiheit) und des freien und selbstbestimmten Lernes.

Mit eurem Beitrag unterstützt ihr die Arbeit des Vereins und helft mit, Vorträge, Seminare und Gruppen überall und auch für finanziell schwächere zu ermöglichen!

 

Eine Mitgliedschaft ist mehr! Sie bedeutet vergünstigte Teilnahme an den Gruppen und ein uneingeschränktes Lesen der Blogeinträge, sie bedeutet Unterstützung für eine gute Sache und das Fortbestehen der Vereinstätigkeit!

 

 

Wer sich noch diese Jahr als neues Vereinsmitglied (Blog- und Vereinsmitgliedschaft) für 2013 registriert, bekommt die letzten Wochen von 2012 gratis dazu!!!

 

Der Herbst naht und irgendwie scheint sich plötzlich alles um den Ernst des Lebens zu drehen, den Schulanfang. Ernst des Lebens, wie das schon klingt. Ist das Leben eines Kindes davor nicht ernst oder echt? Lernt es davor nichts? Und -wenn der Ernst des Lebens beginnt- darf es dann nicht mehr fröhlich und ausgelassen sein?

Meine Kinder gehen nicht zur Schule und sie werden auch nie zur Schule gehen. Nicht in diesem System, in dem Kinder dazu verdammt sind nach Schema A beschult zu werden. Ja, natürlich, es gibt sie auch die Reformpädagogischen Schulen aber aus welchem Grund muss ich mein Kind von Montag bis Freitag morgens früh stressen und dazu nötigen sein Spiel zu unterbrechen, damit es rechtzeitig in der Schule ist, wenn es diese Dinge auch Zuhause und im Alltag lernen kann.

Den Fragen nach scheint kein Mensch infrage zu stellen, ob ein Kind das, was es in der Schule lernt nicht auch zuhause lernen könnte. Denn danach werde ich nie gefragt. Ich werde nie gefragt, wie es mit Rechnen und Schreiben und all den Dingen aussieht, die man in der Schule lernt. Worum sie die Menschen Sorgen machen sind ganz andere Dinge. Sie sorgen sich darum, dass es meinen Kindern am sozialen Umgang fehlen könnte. Sie sorgen sich darum, dass sie sozial zurückbleiben würden und es ihnen an Möglichkeiten zum Sozialen Lernen fehlt, weil sie eben nicht in einem Raum mit lauter gleichaltrigen Kindern und einem Erwachsenen sitzen. Sie sorgen sich darum, dass es meinen Kindern an Konfliktsituationen zum Lernen fehlen würde. 

Nun stellt sich die Frage ob Kinder erst dann zu lernen beginnen, wenn sie in die Schule kommen und in einem Raum sitzen müssen. Gehen sie etwa sechs Jahre lang blind, taub und emotionslos durchs Leben bevor sie endlich im künstlich erzeugten Ernst des Lebens das einem Gefängnis gleicht lernen dürfen was sozial heißt?

Haben denn das Lächeln des Babys, sein glückliches vor sich hin brabbeln, seine ersten Kontaktaufnahmen mit anderen, seine ersten Konflikte und sein aufmerksames Beobachten nichts mit Lernen, mit sozialem Lernen zu tun? Und was ist mit den Kleinkindern, die fröhlich grüßend und winkend durch die Welt wandern, die Menschen beobachten und über ergreifende Fragen nachdenken, lernen die etwa auch nicht?

Muss ich um soziales Verhalten lernen zu können auf einem kleinen Holzstuhl an einem Tisch, neben einem anderen Kind sitzen und der Lehrerin oder dem Lehrer der vorne an der Taf

el steht zuhören, der mir erklärt wie das so ist mit dem Leben. Muss ich um soziales Verhalten lernen zu können irgendwelche Übungen mit anderen Kindern machen ...

Soziales Lernen beginnt mit dem Augenblick der Geburt. Kinder beobachten, erfahren, denken nach erleben, überlegen, probieren aus und erkennen. Dazu brauchen sie keine Schule, sondern den Freiraum dies alles im echten, wirklichen Leben erfahren zu dürfen. Sie brauchen Menschen um sich, die sie auf ihrem Weg begleiten anstatt sie zu  blockieren. Sie brauchen Menschen um sich die bereit dazu sind, mit ihnen zu gehen ohne Bedingungen, Hand in Hand. Leben mit Kindern soll Freude machen und keine Aneinanderreihung von Verpflichtungen und künstlich erzeugten Lernsituationen sein.