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anzuerkennen, dass es im Leben nicht darum gehen kann, sich allen vermeintlich richtigen Wegen zu unterwerfen, nur weil wir gelernt haben, dass "man es eben so machen muss". Es ist an der Zeit zu verstehen, dass ein Weg sich nur dann "leicht" geht, wenn er stimmig ist. Es ist

 

an der Zeit zu verstehen, dass wir nicht Gott und der Welt die Schuld an unserer Situation geben und uns somit der Verantwortung entziehen können. Denn die Verantwortung liegt in unseren Händen. Wir sind es, die darüber entscheiden wie die Welt aussieht und wie sie für unsere Kinde

r aussehen wird.

Wenn wir uns immer in die bequeme Position begeben, uns zurück lehnen und alles tun, was "man" eben so tun muss dann wird sich nichts ändern. Nichts für die Welt, nichts für uns und nichts für unsere Kinder. Es wird alles so weiter gehen wie bisher, schlimmer noch, wird es immer ärger werden, als was wir es kennen. Denn aus Resignation, wird Belanglosigkeit, aus stummen Protest, pure Gewalt und aus Missachtung Beziehungsunfähigkeit.

Wir meinen zivilisierte, intelligente Bewohner dieses Planeten zu sein und vergessen dabei selbstständig, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu denken, zu leben und zu handeln. Na da kann man halt nichts machen, dass ist leider so sind unsere Worte und im selben Atemzug beschweren wir uns über die Situation. Ein krankes System wird durch Ignoranz und Wegschauen nicht gesund, es wird sich auch nicht verändern oder zum besseren Wenden. Ein krankes System kann nur dann geheilt werden, wenn ehrlich und offen darauf geschaut, Fehler erkannt und Wege beschritten werden, die "man"  vielleicht nicht unbedingt als Mainstream bezeichnen kann, die aber zum Unterschied zu üblichen und gängigen Wegen, selbstbestimmt und ehrlich beschritten werden.

 

 

Wir wollen, dass unsere Kinder eine "schöne" Zukunft haben? Dann müssen wir etwas dafür tun.

Wir wollen, dass unsere Kinder selbstbestimmt und frei aufwachsen? Dann müssen wir uns selbst einmal von unseren Fesseln befreien und selbstbestimmt sein

Wir wollen, dass unsere Kinder selbstbewusst und aufrichtig durchs Leben gehen? Dann müssen wir damit aufhören sie unserem Urteil zu unterwerfen und zu versuchen, sie durch Manipulation und Unterdrückung an den Punkt zu bringen, an dem wir sie haben wollen. Dann müssen wir damit aufhören, Idealen nachzueifern und uns für unsere Kinder ein bestimmtes Leben zu wünschen sondern endlich damit anfangen auf ihre Ideen und Vorstellungen zu hören

Wir wollen eine wunderbare starke, tiefe und ehrliche Beziehung zu unseren Kindern? Dann müssen wir aufhören daran zu glauben, dass wir diese durch eine manipulierenden, unterdrückende, missachtende, ... Erziehung aufrecht erhalten.

 

Es ist an der Zeit aufzuwachen und zu erkennen, dass es alleine in unserer Hand liegt und das wir es sind, die etwas verändern können.

 

Der Herbst naht und irgendwie scheint sich plötzlich alles um den Ernst des Lebens zu drehen, den Schulanfang. Ernst des Lebens, wie das schon klingt. Ist das Leben eines Kindes davor nicht ernst oder echt? Lernt es davor nichts? Und -wenn der Ernst des Lebens beginnt- darf es dann nicht mehr fröhlich und ausgelassen sein?

Meine Kinder gehen nicht zur Schule und sie werden auch nie zur Schule gehen. Nicht in diesem System, in dem Kinder dazu verdammt sind nach Schema A beschult zu werden. Ja, natürlich, es gibt sie auch die Reformpädagogischen Schulen aber aus welchem Grund muss ich mein Kind von Montag bis Freitag morgens früh stressen und dazu nötigen sein Spiel zu unterbrechen, damit es rechtzeitig in der Schule ist, wenn es diese Dinge auch Zuhause und im Alltag lernen kann.

Den Fragen nach scheint kein Mensch infrage zu stellen, ob ein Kind das, was es in der Schule lernt nicht auch zuhause lernen könnte. Denn danach werde ich nie gefragt. Ich werde nie gefragt, wie es mit Rechnen und Schreiben und all den Dingen aussieht, die man in der Schule lernt. Worum sie die Menschen Sorgen machen sind ganz andere Dinge. Sie sorgen sich darum, dass es meinen Kindern am sozialen Umgang fehlen könnte. Sie sorgen sich darum, dass sie sozial zurückbleiben würden und es ihnen an Möglichkeiten zum Sozialen Lernen fehlt, weil sie eben nicht in einem Raum mit lauter gleichaltrigen Kindern und einem Erwachsenen sitzen. Sie sorgen sich darum, dass es meinen Kindern an Konfliktsituationen zum Lernen fehlen würde. 

Nun stellt sich die Frage ob Kinder erst dann zu lernen beginnen, wenn sie in die Schule kommen und in einem Raum sitzen müssen. Gehen sie etwa sechs Jahre lang blind, taub und emotionslos durchs Leben bevor sie endlich im künstlich erzeugten Ernst des Lebens das einem Gefängnis gleicht lernen dürfen was sozial heißt?

Haben denn das Lächeln des Babys, sein glückliches vor sich hin brabbeln, seine ersten Kontaktaufnahmen mit anderen, seine ersten Konflikte und sein aufmerksames Beobachten nichts mit Lernen, mit sozialem Lernen zu tun? Und was ist mit den Kleinkindern, die fröhlich grüßend und winkend durch die Welt wandern, die Menschen beobachten und über ergreifende Fragen nachdenken, lernen die etwa auch nicht?

Muss ich um soziales Verhalten lernen zu können auf einem kleinen Holzstuhl an einem Tisch, neben einem anderen Kind sitzen und der Lehrerin oder dem Lehrer der vorne an der Taf

el steht zuhören, der mir erklärt wie das so ist mit dem Leben. Muss ich um soziales Verhalten lernen zu können irgendwelche Übungen mit anderen Kindern machen ...

Soziales Lernen beginnt mit dem Augenblick der Geburt. Kinder beobachten, erfahren, denken nach erleben, überlegen, probieren aus und erkennen. Dazu brauchen sie keine Schule, sondern den Freiraum dies alles im echten, wirklichen Leben erfahren zu dürfen. Sie brauchen Menschen um sich, die sie auf ihrem Weg begleiten anstatt sie zu  blockieren. Sie brauchen Menschen um sich die bereit dazu sind, mit ihnen zu gehen ohne Bedingungen, Hand in Hand. Leben mit Kindern soll Freude machen und keine Aneinanderreihung von Verpflichtungen und künstlich erzeugten Lernsituationen sein.