Posts Tagged ‘baby’

Gleich zwei wundervolle Begegnungen in den letzten Wochen haben mich wieder einmal zum Nachdenken gebracht. Die erste fand vor wenigen Wochen statt und hat mir einmal mehr gezeigt, dass nicht alles so "negativ" ist, wie es immer scheint. Ich habe die Blicke der älteren Dame schon gleich nach ihrem Einsteigen bemerkt. Sie konnte sich überhaupt nicht mehr losreißen von dem Baby im Tragetuch und den Kindern um mich herum. Ich habe sie nicht weiter beachtet - der Bus war zu voll und die Blicke nichts Neues. Mit ein paar Kindern unterwegs zu sein erregt in unserer Gesellschaft einfach Aufmerksamkeit. Damit habe ich mich abgefunden. Außerdem war ich müde, in Gedanken versunken, ... naja wie das halt so ist. Beim Aussteigen aus dem Lift am Bahnsteig hat sie uns dann aber eingeholt und mich ...

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Ist die Windelfreiheit nur eine Alternative? Zu anderen Systemen und Konzepten?

Es mag vielleicht ein Alternative sein, anstatt Wegwerfwindeln Stoffwindeln oder anstatt die eine Windelsorte eine andere Sorte zu verwenden. Aber kann die Kommunikation mit dem Baby über seine Bedürfnisse wirklich als Alternative oder gar als verrückter Modetrend, der nicht von Dauer ist bezeichnet werden?

Kann man die Kommunikation oder den Umstand, dass man die Bedürfnisse seines Babys respektiert und angemessen darauf reagiert wirklich als "Alternative" oder Trend bezeichnen? Vor allem: eine Alternative zu was? Dazu die Bedürfnisse des Babys weigehend zu ignorieren, zu negieren oder zu manipulieren? Dazu das Gegenüber sei es nun ein Baby, ein Kleinkind, ein Kind oder ein Erwachsener als unvollkommen, minderwertig und unfähig anzusehen?

 

Immer wieder werde ich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass die Windelfreiheit nur eine Quälerei für Eltern und Kind sei, dass es sich hierbei nur um eine Modeerscheinung der Ökobewegung handle und dass vor allem die Kinder zu etwas gezwungen werden, wozu sie zu so einem frühen Zeitpunkt noch gar nicht fähig sind.

Quälerei? Ein Kind kommt nicht darum herum seine Blase oder seinen Darm ....

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Einfach nebenbei, ohne lange darüber nachzudenken, meinem Bauchgefühl folgend, ohne lästige Sicherheitsschichten die vielleicht eine nasse Hose verhindern aber super kompliziert zum Ausziehen sind und mit einer Prise Routine. Könnte hier die schlichte Antwort lauten. Windelfrei ist eben keine Zauberei oder besser gesagt keine Wissenschaft. Es geht weder darum einem Zeitplan zu folgen oder aufgrund irgendwelcher Listen den exaten Moment der Ausscheidung zu bestimmen. Windelfrei ist schlicht und einfach einem weiteren Bedürfnis des Kindes Raum zu geben. Raum in einer angemessenen Art und Weise, wo das Bedürfnis nicht warten muss. Weil Windeln in unserer Gesellschaft aber so normal sind, denken wir in erster Linie viel zu kompliziert. Was tun, wenn das Kind irgendwo unterwegs aufs Klo muss? ...

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Gedanken. Natürlich, meine Kinder ohne Windeln sein zu lassen war keine Entscheidung aus ökologischen sondern schlicht und einfach aus logischen Gründen. Wenn ein Baby fähig ist sein Ausscheidungsbedürfnis zu kommunizieren, weswegen sollte ich ihm dann lernen, dass es in die Hose machen kann? Abgesehen davon nämlich, dass ein Baby fähig ist sein Ausscheidungsbedürfnis zu kommunizieren kam es mir mehr als absurd vor ...

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In meiner langjährigen Tätgikeit bin ich oft gefragt worden, wie man es schafft, sich selbst zu vertrauen und daran zu glauben, dass man genau weiß, wann das Baby muss. Lange Zeit suchte ich quasi nach einem einfachen Mittel, welches Eltern den Beweis erbringen würde, dass sie ganz genau wissen, wann ihr Baby muss. Bis mir vor einigen Monaten während einer Beratung die Idee kam ...

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... die meinen etwas vom Grundgedanken zu verstehen und im Grunde viel Blödsinn verzapfen. Nachdem mich seit dem Frühjahr immer mehr verunsicherte Eltern kontaktiert haben, die im Grunde alle mit derselben Grundaussage zu mir gekommen sind bin ich der Sache einmal auf den Grund gegangen und war entsetzt und auch erstaunt darüber, was im Netz so alles erzählt und vermittelt wird. Hier meinen wohl ein paar, etwas über die Windelfreiheit oder den Grundgedanken der natürlichen Säuglingspflege vermitteln zu können, ohne selbst viel Hintergrundwissen oder gar eigene Erfahrungen zu haben. Ich war schockiert darüber, dass ...

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und einfach nur unrund. Alles was man möchte ist eine ruhige Minute (oder auch mehrere) ohne gefordert und verlangt zu werden.

Zugegeben: niemand bereitet uns darauf vor, was es heißt 24 Stunden am Tag rund um die Uhr für ein anderes Individuum verantwortlich und zuständig zu sein. Niemand sagt uns, was es heißt, nicht einfach gehen zu können und die Arbeit jemand anderem zu überlassen.
Ein Baby braucht, möchte gehalten, getragen, versorgt, gekuschelt und gehört werden ...

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Aus gegebenen Anlass -dem Artikel im Onlinestandard von letzter Woche- kann ich es nicht lassen.

Windelfreiheit - ach ja, dass sind doch diese Verrückten da, die Superhyperökos die ihr Baby überall hinmachen lassen nur um kein Plastik zu verwenden. Wie soll denn das gehen? Wer soll denn all die windelfreien Kinder betreuuen die überall hin machen wenn die Eltern arbeiten? Aber am Schlimmsten -je nach Ansicht naütrlich- die Ansage, dass windelfreiheit müttern ihre Emanzipation rauben und sie quasi zurück in die Steinzeit befördern würde. Moment mal, darf ich das mal klarstellen? Was hat denn die Emanzipation mit der Windelfreiheit an sich zu tun? Ach so ich übersehe wohl die Tatsache, dass man als Frau, wenn man Kinder hat, seine Freiheit verliert? Ja wirklich? Ist das so? Also sollen Frauen am besten gar keine Kinder mehr bekommen? Schließlich müssen sie diese ja im Bauch haben und stillen und für sie dasein ... auch das raubt die Freiheit. Oder sehe ich das falsch. Darf ich ehrlich sein? Ich glaube, dass es hier -abgesehen aller anderen Punkte ...

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Linis These, es liegt an der Beziehung.... und in dem deutschen Windelfrei Blogs und Foren, da geht es ständig um Thema Sreik ...und so weiter. Zitat aus einer eben erhaltenen Mail.

Drehen wir einmal den Spieß um. Betrachten wir die Situation vom Baby aus. Ich habe gestern abend über das Problem der Kopflastigkeit geschrieben, mit der wir prinzipiell an viele Dinge herangehen, mitunter auch an die Kommunikation mit dem Baby über sein Ausscheidungsbedürfnis. Diese Kopflastigkeit führt dazu, dass man ständig an das mögliche Ausscheidungsbedürfnis des Babys denkt und schon nicht mehr ruhig und gelassen ist. Sie führt dazu, dass man bei jedem Mucks aufschaut, jeden Gedanken mit der Frage beendet, ob man nicht vielleicht doch mit dem Baby auf die Toilette gehen soll. Und dann soll das Baby da auch noch mitspielen.
Ich wäre die erste, die mit Abwehr und Protest reagieren würde.

Ich glaube kaum, dass es jemanden gibt, der sich nicht daran stören würde, wenn er ständig zur Toilette "getragen" werden und nach einem dringenden Bedürfnis gefragt werden würde. Warum sollte es den Babys da anders gehen?
Dass in den deutschen Blogs und Foren leider immer wieder über diese Thematik geschrieben wird, hängt einerseits sicherlich damit zusammen, dass das Thema einfach aufgrund der Kopflastigkeit präsent ist, andererseits aber auch damit, dass es schlicht und einfach gut zum derzeitigen Mainstream passt. Wir wälzen gerne Probleme, wir bewegen uns ständig im Kopf und suchen nach dem Hacken an etwas, wir geben uns nicht damit zufrieden, dass es uns gut geht, sondern leben in der ständigen Erwartung, dass das nicht so bleiben wird.
Ein Baby pinkelt manchmal in die Hose und manchmal auf den Boden. Jede Kultur in der die Windelfreiheit vollkommen normal ist kennt das und würde nicht großartig darüber berichten geschweigen denn ein ganzes Problemthema daraus machen. Manchmal erwischt man ein Lulu/Pipi etc. eben nicht. Da wird ein wenig gewischt, gelacht, eine neue Hose angezogen und die Sache hat sich.
Wir aber beginnen zu analysieren und nachzudenken, wir erwarten das Schlimmste und werden verbissen und im Endeffekt, geht gar nichts mehr.

Und schon haben wir den totalen Streik und dieser Streik ist nicht natürlich. 

Ja manchmal kommt es vor, dass ein Baby sich jetzt nicht halten lassen möchte, trotz einem dringenden Bedürfnis. Aber es kommt auch vor, dass es jetzt gerade nicht an der Brust trinken oder essen möchte, trotz eindeutigem Hungergefühl. Es kommt auch vor, dass es jetzt nicht schlafen möchte obwohl es müde ist und es kommt auch vor, dass es nicht angezogen werden möchte obwohl im offensichtlich kalt ist ...

Ein Baby ist nun einmal keine Puppe mit der wir machen können was uns gerade gefällt ohne dass es sich bemerkbar machen würde. Es hat ebenso seine Bedürfnisse und Gefühle, Prioritäten und Notwendigkeiten, die die meiste Zeit über recht gut mit den unseren kooperieren, manches Mal aber einfach nicht übereinstimmen ... dass ist keine Abnormität, sondern schlicht und einfach das Leben!!!

es geht weder um die Frage der Eignung noch um irgendwelche anderen Faktoren. Babys sind keine Maschinen mit irgendwelchen Funktionen, die man dann einfach zu betätigen hat. Ebensowenig sind es die Eltern.

Aufgrund unserer Prägung versuchen wir immer all jene Dinge zu erklären und zu analysieren. Wir wundern uns darüber, warum sie nicht "funktionieren" und suchen nach Fehlern in uns selbst, in unserem Baby, in der Umgebung oder wo auch immer, anstatt einfach unser Hirn im wahrsten Sinne des Wortes einmal abzuschalten. Was eine "gute" Kommunikation ausmacht, für die man keine Worte braucht, ganz gleich ob nun mit einem Baby, einem Kind oder einem Erwachsenen ist nicht die Kopflastigkeit, sondern die "Bauchlastigkeit".

 

Ein Baby ohne Windel braucht keine Analysen irgenwelcher Signale und es braucht auch keine Erklärungen. Was es braucht sind Eltern, die ihm vertrauen und sich selbst. Zugegeben, das hört sich alles mitunter sehr abgehoben an. Vor allem dann, wenn man sich gerade in einer Phase befindet, in der man sich wieder einmal selbst nicht vertrauen kann, geschweige denn dem Baby und aus dem Grund entweder ständig nasse Hosen hat oder (wieder einmal) auf Windeln zurück greift. Aber eine Mutter oder ein Vater mit einem Baby ohne Windel weiß im Grunde ganz genau, wann das Baby ein dringendes Bedürfnis hat. Das Problem liegt also keineswegs im Erkennen oder gar beim Baby, sondern schlicht und einfach im genauen zuhören und hinhören, im zulassen und vertrauen. Und hier liegt der Haken, denn obwohl die Mütter und Väter in 99,9% der Fälle ganz genau wissen, wann ihr Baby muss, trauen sie es sich selbst nicht zu dieses Bedrüfnis erkannt zu haben, zögern oder verwerfen das Gefühl als blöden Gedanken. Probieren sie es dennoch, dann meist mit dem Gedanken im Kopf, dass es wahrscheinlich eh nicht funktionieren wird. Die Weigerung des Babys ist dann meist die perfekte Bestätigung für sie, die nasse Hose ein weiteres Stückchen für ihren von mangelndem Selbstvertrauen getränkten Frusthaufen, der von Tag zu Tag größer wird.

Aber wer sich selbst vertraut, wer sich auf seine Wahrnehmungen einlässt, wer seinem Baby vertraut und sich auf keine Zeichen oder Signale oder sonstige Dinge fixiert der wird auch relativ schnell erkennen, dass es in Wahrheit nur ein Problem gibt. Nämlich unser eigenes Misstrauen. 

Startet doch einmal einen Versuch: für jedes Mal, bei dem ihr gewusst habt das euer Baby muss und ihr nicht darauf eingegangen seit, für jedes Mal, wenn ihr die nasse Hose vorausgesagt hab, für jedes Mal wo ihr denkt ihr solltet zu eurem Baby gehen bevor es wieder nass ist und ihr nicht darauf eingeht (nur um ein paar Minuten später eine nasse Hose zu wechseln) für all diese Male macht euch einen Punkt und am Abend zählt ihr dann die Punkte zusammen.

Es geht nicht darum alles gleich im Töpfchen zu haben, sondern darum zu erkennen, dass man es weiß und fühlt. Hat man das erkannt, ist es nur mehr ein kleiner Schritt ins Vertrauen und ein noch kleinerer zu weniger nassen Hosen.

Also lasst die Kopflastigkeit einmal bei Seite und vertraut auf euer Bauchgefühl!!!