Posts Tagged ‘abhalten’

ich an? Und was zieh' ich dem Baby an. Der klassische Overall ist für ein Windelfreies Baby nur bedingt verwendbar, ganz zu schweigen vom Tragebaby, das unter Mamas oder Papas Jacke getragen wird. Also was zieht man denn da an? Um einerseits nicht zu leicht bekleidet zu sein und dann zu frieren wenn man das Baby doch mal rausholen muss und andererseits nicht ständig zu schwitzen. Und was zieht man dem Baby an, dass es nicht zu heiß aber auch nicht zu kalt haben soll.

Fakt ist, dass ein am Körper getragenes Baby nicht so warm angezogen werden muss, wie jenes Baby, dass im Kinderwagen liegt. Das getragene und ev. windelfreie Baby sollte also möglichst so gekleidet sein, dass ihm nicht zu heißt ist, es aber gegebenenfalls auch leicht ausgezogen werden kann, falls es ein dringendes Bedürfnis hat.
Heißt Strumpfhose und Hose, Leibchen, Jacke und fürs Rausgehen Haube, Handschuhe und Schühchen. Für den Fall, dass das Baby dann doch etwas länger außerhalb des wärmenden Tuches verbringen solle habe ich auch immer eine dickere Jacke oder eine Decke mitgehabt ... natürlich gehen auch Overalls, allerdings sollte man da doch schon etwas geübter sein. Denn ein Baby ohne es wo ablegen zu können aus dem Overall und danach wieder hinein zu schälen ist etwas kompliziert und erfordert Übung. Anstatt die klassischen Schianzugoveralls kann ich hier die dünnen Walk- oder Stoffoveralls empfehlen, die einfach leichter in der Handhabung und gefühlsmäßig auch angenehmer im Tragekomfort sind. Hier ein paar Fotos für die Winterinspiration und das Unterwegs sein in der Kälte.

 

  

so kann man sich nach draußen wagen! mit warmer Jacke, Hose aus reiner Merinowolle, Haube und einer Strumpfhose, schön kuschelig warm ... und wenn dann die Füßchen noch dem Gefühl nach nicht warm genug sind, dann einfach selbstgestrickte Babylegs drüber ...

 

Ach ja: und was man selbst anziehen kann? Am besten nicht zu viel. Erfahrungsgemäß kann so ein zweiter kleiner Körper unter der Jacke eine ganz schöne Wärmequelle sein!

Diese Mail, die mich vor längerer Zeit errreicht hat, möchte ich euch heute als Mutmacher und einfach als schönes Feedback zum Lesen mit auf den Weg geben. Einfach toll zum Lesen ...

 
Na, da hat meine Mama also doch recht gehabt! Als ich vor über zwanzig Jahren eine Tochter bekommen habe, hat sie mich immer wieder gefragt, warum ich das Kind denn nicht einfach abhalte, da müßte ich halt ein bißchen aufpassen, was es will, dann wäre alles ganz einfach.
Damals konnte man eine solche Kunde eigentlich unmöglich glauben, geschweige denn annehmen.  Schwere Störungen der Persönlichkeits- und Sexualentwicklung wurden als Folgen einer zu früh ansetzenden Sauberkeitserziehung angedroht. Ich habs dann aber heimlich trotzdem gemacht - für das "große Geschäft" - eigentlich von Anfang an. Und wurde sehr, sehr schief angeschaut, wenn die Sprache darauf kam, fast ein wenig als Kinderquälerin betrachtet. Hat aber funktioniert! Und war, laut meiner Mutter, absolut üblich früher. Seitdem glaube ich ja, daß diese ganze Sauberkeitserziehung, die erst mit zwei, drei Jahren stattfinden soll, eine Idee der Windelindustrie ist.
Schön zu lesen, daß man jetzt daüber  reden darf!
Die Oma würde es freuen und das KInd ist ja mittlerweile groß und kommt mir so gar nicht gestört vor.
 
Wahrswcheinlicht ist das ja wirklich nichts Neues - halt in Vergessenheit geraten, eine Zeitlang war ja auch Stillen gar nicht modern. Und ja, es ist eine Frage der Kommunikation ohne Worte. Das fällt in einer an Sprache orientierten Umwelt nicht jedem leicht.
 
Dranbleiben, ihr Lieben!
 
Und liebe Grüße von einer Pionierin aus der älteren Generation!
C.

nach der gefühlten hundertsten Anfrage ob wir Asiatöpfchen verkaufen konnte ich nicht anders ....

Nein, wir verkaufen keine Asiatöpfchen und das hat auch einen guten Grund: da es schon genug Plastik auf der Welt gibt, vertreten wir die Idee des möglichst plastikfreien Lebens und wollen alleine deshalb schon kein Plastik verkaufen.

 

Es mag schon sein, dass das Asiatöpfchen seine Vorteile hat und recht praktisch ist, wenn man ein windelfreies Baby hat. Aber, wie so viele andere Dinge stellt auch der Erwerb eines solchen Töpfchens keine Notwendigkeit dar. Dem Töpfchen gegenüber stehen zudem zahlreiche Plastikschüsseln aus dem Küchenkasten oder einfache Sandspielkübelchen -im Erwerb um ein Vielfaches günstiger als das Asiatöpfchen- , von denen wohl jeder das eine oder andere zuhause hat, was nicht mehr in Verwendung ist und eigentlich schon lange den Stempel "muss auch mal entsorgt werden" trägt und die ebenso bequem und praktisch sein können. Auch wenn es -wie so vieles- immer wieder im Internet behauptet wird, das Asiatöpfchen ist kein MUSS für windelfreie Babys.

Eine hohe Rührschüssel für Schlagobers, der Plasitkweidling den wir nicht mehr brauchen, das zwanzigste Sandspielkübelchen das Zuhause herumliegt und über das wir uns sowieso nur mehr ärgern weil es eigentlich im Weg ist ... der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und zur Not tut es auch der zu einer Schüssel geformte Wasserball der überhaupt das ultimative, platzsparende Töpfchen darstellt.

Linis These, es liegt an der Beziehung.... und in dem deutschen Windelfrei Blogs und Foren, da geht es ständig um Thema Sreik ...und so weiter. Zitat aus einer eben erhaltenen Mail.

Drehen wir einmal den Spieß um. Betrachten wir die Situation vom Baby aus. Ich habe gestern abend über das Problem der Kopflastigkeit geschrieben, mit der wir prinzipiell an viele Dinge herangehen, mitunter auch an die Kommunikation mit dem Baby über sein Ausscheidungsbedürfnis. Diese Kopflastigkeit führt dazu, dass man ständig an das mögliche Ausscheidungsbedürfnis des Babys denkt und schon nicht mehr ruhig und gelassen ist. Sie führt dazu, dass man bei jedem Mucks aufschaut, jeden Gedanken mit der Frage beendet, ob man nicht vielleicht doch mit dem Baby auf die Toilette gehen soll. Und dann soll das Baby da auch noch mitspielen.
Ich wäre die erste, die mit Abwehr und Protest reagieren würde.

Ich glaube kaum, dass es jemanden gibt, der sich nicht daran stören würde, wenn er ständig zur Toilette "getragen" werden und nach einem dringenden Bedürfnis gefragt werden würde. Warum sollte es den Babys da anders gehen?
Dass in den deutschen Blogs und Foren leider immer wieder über diese Thematik geschrieben wird, hängt einerseits sicherlich damit zusammen, dass das Thema einfach aufgrund der Kopflastigkeit präsent ist, andererseits aber auch damit, dass es schlicht und einfach gut zum derzeitigen Mainstream passt. Wir wälzen gerne Probleme, wir bewegen uns ständig im Kopf und suchen nach dem Hacken an etwas, wir geben uns nicht damit zufrieden, dass es uns gut geht, sondern leben in der ständigen Erwartung, dass das nicht so bleiben wird.
Ein Baby pinkelt manchmal in die Hose und manchmal auf den Boden. Jede Kultur in der die Windelfreiheit vollkommen normal ist kennt das und würde nicht großartig darüber berichten geschweigen denn ein ganzes Problemthema daraus machen. Manchmal erwischt man ein Lulu/Pipi etc. eben nicht. Da wird ein wenig gewischt, gelacht, eine neue Hose angezogen und die Sache hat sich.
Wir aber beginnen zu analysieren und nachzudenken, wir erwarten das Schlimmste und werden verbissen und im Endeffekt, geht gar nichts mehr.

Und schon haben wir den totalen Streik und dieser Streik ist nicht natürlich. 

Ja manchmal kommt es vor, dass ein Baby sich jetzt nicht halten lassen möchte, trotz einem dringenden Bedürfnis. Aber es kommt auch vor, dass es jetzt gerade nicht an der Brust trinken oder essen möchte, trotz eindeutigem Hungergefühl. Es kommt auch vor, dass es jetzt nicht schlafen möchte obwohl es müde ist und es kommt auch vor, dass es nicht angezogen werden möchte obwohl im offensichtlich kalt ist ...

Ein Baby ist nun einmal keine Puppe mit der wir machen können was uns gerade gefällt ohne dass es sich bemerkbar machen würde. Es hat ebenso seine Bedürfnisse und Gefühle, Prioritäten und Notwendigkeiten, die die meiste Zeit über recht gut mit den unseren kooperieren, manches Mal aber einfach nicht übereinstimmen ... dass ist keine Abnormität, sondern schlicht und einfach das Leben!!!

Ein Baby ohne Windel ... das ist ja ein recht netter Gedanken zumindest im Sommer. Aber im Winter ist das doch unmöglich. Wie soll man das dann denn machen mit so einem kleinen Baby und noch dazu bei der Kälte und überhaupt ... da sind doch Windeln viel praktischer ... oder?

Abgesehen davon, dass Windeln nicht praktisch sind und weder im Sommer noch im Winter darum herum kommt diese zu wechseln, ist Windelfreiheit auch im Winter machbar, umsetzbar und möglich. Wieder einmal geht es darum nicht im Kreis zu denken sondern einfach umzudenken. Meine drei windelfreien Kinder sind alle in der kalten Jahreszeit auf die Welt gekommen. Und nicht etwa da, wo es nur mehr eine Frage der Zeit war bis es wieder warm werden würde, sondern gleich zu Beginn der kalten dunklen Jahreszeit. Also zu einem Zeitpunkt, wo diese es sich gerade erst gemütlich gemacht hat und ihr Besuch noch Monate dauern wird. Trotzdem habe ich mich mit meinen Babys ohne Windel nicht zuhause neben dem Ofen verkrochen sondern war genauso draußen unterwegs. Die Babys im Tragetuch eingemummelt und unter meiner Jacke gut geschützt vor der Kälte, angezogen mit praktischer, leicht aus- und wieder anzuziehender Kleidung.

 

 

Wie diese praktische Kleidung im Winter aussehen kann? Bevorzugt aus natürlichen Materialen, die bekannt dafür sind, Temperaturausgleich zu schaffen, in Schichten und bestehend immer aus Hose und Oberteil anstatt einem Einteiler. Warum in Schichten? weil man dann immer wieder etwas wegnehmen oder hinzufügen kann, falls man es als zu warm oder zu kühl empfindet. Warum keine Einteiler? Weil es wahnsinnig schwierig ist, das Baby aus diesem heraus zu schälen und dabei keine Hektik zu entwickeln, wenn man das Baby nirgends hinlegen kann oder man das Gefühl hat es muss schon sehr dringend (auch wenn das vielleicht nicht der Fall ist).

 

Meine bevorzugten Materialien im Winter ...

Read more...

... heißt nicht gleich 24 Stunden rundum Beobachtung. Keine Mutter oder kein Vater sitzt 24 Stunden vor seinem Kind und wartet darauf, dass es ihr/ihm zeigt, wann es hungrig oder müde oder erschöpft oder kuschelbedürftig ist oder einfach nur Nähe möchte. Wir alle vertrauen darauf, dass uns unsere Kinder schon zeigen werden, was sie brauchen.

 

Sobald aber die Windel unten ist bricht Panik aus und kein vernünftiger Gedanken scheint mehr gedacht werden zu können, die ganze Aufmerksamkeit und der ganze Fokus liegen auf dem Ausscheidungsbedürfnis des Kindes. Netter Gedanke, dass man durch Beobachtung schneller irgendwelche Signale erkennt. Aber ich kann es nur immer wieder betonen, dass man dadurch ganz häufig und in den meisten Fällen genau genommen nichts erkennt. Das Problem ist, der Frust der dann kommt und viele Eltern dazu veranlasst zu glauben, dass sie einfach unfähig sind oder ihr Baby sich nicht für die Windelfreiheit eignen würde (als ob man sich dazu eignen müsste bewusst auszuscheiden!)

Wieder einmal sind es Fehlinformationen

Read more...

... oder die Windelfreiheit unnötig schwer machen.

 

Wir sind darauf trainiert uns nur dann richtig gut zu fühlen, wenn wir dem Mainstream folgen. Dass sich das nicht unbedingt stimmig für uns selbst anfühlen muss, scheint hier nebensächlich zu sein. Und weil sich das nicht immer stimmig anfühlt oder weil wir uns manches Mal doch trauen etwas anders zu machen, machen wir uns ständig und immer wieder Gedanken darüber, zweifeln und sind unsicher mit dem Effekt, dass wir uns durch unsere eigenen Gedanken blockieren und in unserem Handeln und Sein einschränken. 

Was das für die Windelfreiheit heißt?

Read more...