Keine Zeit zum Ausruhen ...

Lange Tage am Computer liegen hinter mir. Hinter mir und meiner lieben und tollen Verlegerin Caroline. Gefühlte zehntausende Mails haben wir hin und her geschrieben, haben noch an den letzten Punkten gefeilt und überlegt und gedreht und gewendet ... Die lieben Kleinen waren geduldig, manchmal auch raunzig, neugierig und allzeit bereit zu Kommentieren oder Büroarbeit - hier bevorzugt den Telefondienst - zu übernehmen. Die Kleinen haben mir die Schreibtischladen durchwühlt und neu eingeräumt - sodass ich jetzt gar nichts mehr finde, die Jüngste noch dazu das Bücherregal mit Vorliebe für Buchrücken, die sich so schön runterkauen lassen ... während die Großen ihre eigenen Projekte verfolgt haben ... nicht etwa irgendwo ... nein bevorzugt neben mir ...

Aber jetzt ist es fertig. FERTIG - im Moment klingt dieses Wort einfach nur großartig. Und großartig ist auch das Buch geworden - dank der vielen, tollen Erfahrungsberichte von vielen lieben Menschen, die bereit dazu waren über ihr Leben ohne Schule zu schreiben und ein paar Einblicke zu bieten. wie sich der Alltag so gestaltet.

Ist es nur ein Buch für am freien Lernen interessierte Eltern? NEIN. Denn es richtet sich an alle Menschen, die noch einmal in die Faszination des Lernprozesses eintauchen und diesen aus einer ganz anderen Perspektive betrachten wollen. Mir geht es darum zu zeigen, dass Lernen nicht erst mit 6 Jahren beginnt und mit Schulabschluss endet und zwischendrinnen Belehrung, Beurteilung und Druck braucht. Lernen beginnt mit der Geburt (bzw. eigentlich schon davor) und eben dort setzt auch das Buch an. Aber lest selbst und lasst euch mitreißen, ...

 

http://www.editionriedenburg.at/buecher/themen-fuer-erwachsene/gehts-auch-ohne-schule-auf-den-spuren-der-freilerner/

Bestellen könnt ihr das Buch direkt beim Verlag, über Amazon oder auch in der kleinen Buchhandlung ums Eck :-).

 

Zeit zum Ausruhen bleibt aber nicht. Neben neuer Schreibarbeit, will auch unser Wochenende Anfang September vorbereitet werden .... "FREI LEBEN - freilernen - NEUE WEGE GEHEN" so der Titel. Mit etlichen Gästen, großartigen Vorträgen, einer wunderbaren Umgebung und lieben Freunden ... Mehr dazu in Kürze.

"Rote Tücher"

Bevor ich zum ersten Mal Mutter wurde, war ich überzeugt davon, dass mir gewisse Dinge mit Kind nicht passieren würden. Ich war überzeugt davon, dass sich -mit der "richtigen" Umgangsweise- alles meistern ließe. Ich war überzeugt davon, dass meine Babys nachts schlafen und sich anstandslos die Zähne putzen lassen würden, dass sie nie und nimmer irgendwo einen Wutanfall bekommen würden, ... Ich war überzeugt davon, dass sich mit Liebe und Reden und Verständnis alle Situationen irgendwie handhaben ließen, ganz ohne Geschrei oder Gebrüll oder Wutanfälle oder dem schlichten und klaren "ICH WILL NICHT", das einem gelegentlich den letzten Nerv rauben und gleichzeitig fassungslos dastehen lässt wegen all der Klarheit und Überzeugung, die in den drei Worten steckt. Man könnte fasst meinen, dass ich überbildet war - dank all der Bücher und Seminare und Fortbildungen, die ich zum Thema besucht hatte und die in mir den Eindruck hinterlassen haben, dass wenn ich nur alles richtig machen würde, derartige Dinge auch nicht passieren könnten.

Aber dann ...

Kunterbunt Teil 5

Lange Tage, kurze Nächte, Sonne, Regen, Blitz und Donner und quirlige Lebendigkeit. Permanentes Lernen. Auf der einen Seite die Kleinen, die gerade die Welt für sich entdecken und erobern ... auf der anderen Seite, die schon etwas größeren Kleinen, die in Gesprächen immer wieder durchsickern lassen, was sie hier oder dort oder da gelesen haben und mich immer und immer wieder mit ihrem Wissen überraschen.

GANZ VON SELBST ...

Unser Sohn liest - eh schon länger, aber jetzt fällt es auf. Das ist in seinem Alter jetzt nichts unübliches. Unüblich ist, dass er es sich selbst beigebracht hat. Ich bin nie mit ihm dagesessen und habe Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort gelesen. Und anders, als seine große Schwester die immer wieder nach Begleitung + und Hilfe verlangt hat, hat er das überhaupt ganz alleine erledigt. Er und ...

Du sollst nicht schreien!

Klingt irgendwie, wie ein Gebot. Und ja, eigentlich ist es auch eines. Denn angeschrien zu werden ist nicht schön. Weder für die Kleinen, noch für die Großen. Ein aber gibt es trotzdem. Denn wir sind alle Menschen. Und manchmal ist es einfach zu viel. Und manches, muss einfach klar gestellt oder anders, differenzierter formuliert werden ...

Vor kurzem habe ich einen Artikel zugesandt bekommen, in dem es um das Schreien der Eltern geht und welchen Schaden es in den Kindern anrichtet, wenn Eltern schreien. Ein Artikel der wieder mal genau ins Schwarze trifft. Irgendwie halt. Und der vor allem eines kann, die Eltern verunsichern und ihnen natürlich ein schlechtes Gewissen machen. Ein extrem schlechtes Gewissen. Denn wer ist nicht schon einmal lauter geworden.

Das Problem bei derartigen Artikeln ist eigentlich immer dasselbe. Guter Aufmacher, umwerfende Überschrift und dann ein bunt zusammengewürfelter Text, gespickt mit Expertenmeinungen und Studienergebnissen und vollkommen aus dem Zusammenhang gerissene Auszüge von Texten einiger Bücher oder Interviews, aber das hundertprozentige Fehlen von Differenzierung.

Schreien ist nicht gleich Schreien 
Ich weiß schon, wie sich das jetzt anhören mag und dieser Beitrag soll Gewalt an Kindern (ob nun körperliche oder verbale) keineswegs Schönreden. Gewalt an Kindern ist immer zu verurteilen. Worum es mir geht ist, diesen Mischmasch aufzuzeigen, der da mitunter betrieben wird und der Eltern jedes Mal ...

Kunterbunt Teil 4

Wie vermehren sich Muscheln eigentlich?

Es gibt Fragen, die können dich im ersten Moment sprachlos machen und im nächsten ins Grübeln bringen und im Endeffekt dazu führen, dass 13 Menschen um einen Tisch darüber nachdenken, wie das so ist mit den Muscheln und ihrer Vermehrung und wie die Paarung abläuft und woher die eigentlich wissen, dass gerade der richtige Zeitpunkt ist und und und ...Darüber hinaus kommst du dann zu anderen Tieren und anderen Fragen und schon steckst du mitten drinnen im Lernen ... und sich austauschen und verstehen und begreifen ...

Philosophie zum Frühstück

Biologie zum Mittagessen und abends dann Geografie oder Astrologie und zwischendrinnen gestreut, Mathematik, Englisch, Deutsch, Ernährung, Soziologie, Kommunikation, ...

Wer war eigentlich der Erste? Es ist sechs Uhr morgens, ich stecke noch mitten drinnen in der Nacht und meinen Gedankengängen und dann bekomme ich solche Fragen gestellt. Wie? Was? Wann? Wer? und soll auch noch logische Antworten darauf geben. Die Frage beschäftigt ...

Keine Wissenschaft

Auch wenn es manchmal danach aussehen mag ... oder sich so anfühlt. Und auch, wenn wir in einer Zeit leben in der Berufsbilder im Bereich Elternbegleitung und Pädagogik nur so aus dem Boden sprießen. Um kleine Menschen zu verstehen braucht es eigentlich keinen Diplomlehrgang und auch keine Fachhochschulausbildung und schon gar kein Studium. Um kleine Menschen zu verstehen braucht es in Wahrheit nur die Bereitschaft, sich ein klein wenig ans eigene Kleinsein und all die dazugehörigen Gefühle und Gedanken zu erinnern sowie die Fähigkeit, inne zu halten, zuzuhören und mit viel Liebe an das Begleiten heran zu gehen.

Erkennen statt Zerpflücken

Die Entwicklung von Kindern wird heute bis ins kleinste Detail zerpflückt, ihr Verhalten analysiert und bei den geringsten Abweichungen von irgendwelchen Maßstäben wird überdiagnostiziert und in weiterer Folge therapiert. Ihre Gefühle werden (mitunter) negiert oder sind nicht erwünscht wobei die Erwartungen unverhältnismäßig hoch sind. Dabei wäre es so einfach. Wir müssten nur die Augen öffnen und das Logische und Natürliche sehen. Zum Beispiel, die Bereichtschaft des ...

Jetzt ... ganz dringend

Manchmal müssen die Dinge einfach warten. Dinge, die in Anbetracht des ganz dringenden Nähebedürfnisses der kleinen Menschen um einen herum schlicht und einfach warten müssen. Müssen, weil sie in bestimmten Augenblicken einfach gänzlich unwichtig werden ... oder werden sollten. Denn nichts, aber auch gar nichts kann wichtiger sein, als von einem kleinen Menschen in einer bestimmten Situation oder Phase ganz dringend gebraucht zu werden. Mit Haut und Haaren (könnte man eigentlich sagen), körperlich und geistig, ...

Prioritäten setzen
Was ist wirklich wichtig? Was zählt jetzt, in dem Augenblick?

Mit einem fiebernden Zahnungsbaby, dass einen weder aus den Augen noch aus den "Armen" lassen wollte, hat man ausreichend Zeit sich über derartige Dinge den Kopf zu zerbrechen, während man dabei zusieht wie der Berg an Arbeit wächst und wächst und wächst ... Aber manchmal wird

Kunterbunt Teil 3

Ich bin müde. Ein langer Tag liegt hinter mir. Draußen lachen und quietschen die Großen in den letzten Sonnenstrahlen bei einem ihrer Ballspiele, Opa und Papa daneben die über irgendetwas fachsimpeln und der Hund mitten drinnen. Die Kleinen, sind endlich eingeschlafen. Nach einem langen Tag voller neuer Eindrücke und Erlebnisse und ich ... ich genieße die paar Minuten Zeit für mich und das Schreiben ohne Unterbrechung.

Unterwegs sein macht müde ...

Sieben Menschen und ein Hund. Unterwegs um neue Eindrücke zu sammeln. Unterwegs um ein wenig Familienzeit zu genießen und Freunde zu besuchen oder zu treffen. Unterwegs um einfach nur unterwegs zu sein. Stehen zu bleiben wo es gefällt, weiter zu fahren, wenn man keine Lust mehr aufs Stehen bleiben hat. Neue Kontakte knüpfen und neue Orte finden. Und mittendrinnen und zwischendurch Geschichte, Biologie, Geografie, Fremdsprachen und so weiter und so fort. Nicht etwa in Form von Bildungs- oder Kulturreisen. Nein, einfach mitten drinnen im Alltag, in den Gesprächen und den Kontakten. Dort eine Burgruine entdeckt, dort ein kleines Dorf mit ganz lieben Menschen, die uns Karotten schenken oder Ringlotten. Da eine Altstadt mit wunderschönen Häusern und Plätzen und einem Markt den man am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte, weil er so voller buntem Treiben ist. Und dort ein schönes Plätzchen am Meer wo die Zeit stehen....

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