Windelfrei ist nicht alles ...

Ob nun Windelfrei oder Stillen oder Tragen oder Familienbett oder was auch immer, wir leben in einer Zeit in der diesen Aspekten sehr viel Bedeutung beigemessen wird.Fast schon zuviel Bedeutung. Und das sage ich obwohl unsere Kinder nie Windeln hatten, lange gestillt und getragen wurden und nie etwas anderes kannten als das Familienbett? Obwohl sie frei lernen und natürlich aufwachsen und wir großen Wert auf gleichwertige Kommunikation legen? Ja, vielleicht sage ich es gerade deshalb. Wegen all dem und weil ich nach all den Jahren vielleicht auch abhalten und stillen und tragen und familienbetten und so weiter und so fort weiß, dass es eben nicht alles ist.

Das Rundherum 

All diese Aspekte eines bedürfnisorientierten Umgangs haben eines gemeinsam. Den Glauben daran, dass sie alleine ausreichen würden um aus dem kleinen Menschen einen gesunden großen Menschen zu machen. Dabei wird aber oft und gerne eines außer Acht gelassen: ...

Kunterbunt Teil 6

Meistens kommen die Dinge anders, als man denkt. Und darum sollte man auch keine Pläne machen oder sich auf irgendwelche Vorhaben fixieren. Schon gar nicht, wenn kleine Menschen im Haus sind. Kleine Menschen haben gerne eigene Pläne auf deren Umsetzung dann natürlich bestanden wird. Und wehe, wenn sich diese Pläne nicht umsetzen lassen. Aus ganz natürlichen Gründen und nicht etwa, weil man als Mama oder Papa nicht möchte! Es gibt Dinge, die können wir Eltern beim besten Willen nicht ändern. Auch dann nicht, wenn sich die kleinen Menschen auf den Kopf stellen und Krokodilstränen weinen. Das ist einfach so. Nur manchmal fällt es uns so richtig schwer das zu verstehen. Nicht, weil wir es vielleicht nicht verstehen wollen, sondern weil es einfach schwierig ist ... und anstrengend. Weil wir als Erwachsene die Dinge oft schon anders sehen ...

Aber ist das bei uns wirklich anders?

Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, dann fallen ...

Warum immer ich?

Üblicherweise ist das der berühmte Satz den man von den etwas größeren Kleinen zu hören bekommt, wenn man von ihnen etwas will oder braucht und sie gerade nicht wollen. Und darüber könnte ich seitenweise schreiben. Warum und wieso und weshalb sie so etwas sagen und was das bei den Eltern auslöst und warum das mitunter dann zu Spannungen und Frust führt oder wie es zu keinem Frust führt, weil man einfach etwas Zeit und Humor braucht ... ABER darüber schreibe ich heute nicht. 

Warum immer ich? Oder warum immer bei mir ... sagen Eltern auch ganz oft und gerne, wenn auch nur in Gedanken. Da springen die lieben Kleinen den ganzen Tag munter herum, sind quietschvergnügt, vergessen auf all ihre Bedürfnisse ... bis zu dem Zeitpunkt, wo ...

Keine Zeit zum Ausruhen ...

Lange Tage am Computer liegen hinter mir. Hinter mir und meiner lieben und tollen Verlegerin Caroline. Gefühlte zehntausende Mails haben wir hin und her geschrieben, haben noch an den letzten Punkten gefeilt und überlegt und gedreht und gewendet ... Die lieben Kleinen waren geduldig, manchmal auch raunzig, neugierig und allzeit bereit zu Kommentieren oder Büroarbeit - hier bevorzugt den Telefondienst - zu übernehmen. Die Kleinen haben mir die Schreibtischladen durchwühlt und neu eingeräumt - sodass ich jetzt gar nichts mehr finde, die Jüngste noch dazu das Bücherregal mit Vorliebe für Buchrücken, die sich so schön runterkauen lassen ... während die Großen ihre eigenen Projekte verfolgt haben ... nicht etwa irgendwo ... nein bevorzugt neben mir ...

Aber jetzt ist es fertig. FERTIG - im Moment klingt dieses Wort einfach nur großartig. Und großartig ist auch das Buch geworden - dank der vielen, tollen Erfahrungsberichte von vielen lieben Menschen, die bereit dazu waren über ihr Leben ohne Schule zu schreiben und ein paar Einblicke zu bieten. wie sich der Alltag so gestaltet.

Ist es nur ein Buch für am freien Lernen interessierte Eltern? NEIN. Denn es richtet sich an alle Menschen, die noch einmal in die Faszination des Lernprozesses eintauchen und diesen aus einer ganz anderen Perspektive betrachten wollen. Mir geht es darum zu zeigen, dass Lernen nicht erst mit 6 Jahren beginnt und mit Schulabschluss endet und zwischendrinnen Belehrung, Beurteilung und Druck braucht. Lernen beginnt mit der Geburt (bzw. eigentlich schon davor) und eben dort setzt auch das Buch an. Aber lest selbst und lasst euch mitreißen, ...

 

http://www.editionriedenburg.at/buecher/themen-fuer-erwachsene/gehts-auch-ohne-schule-auf-den-spuren-der-freilerner/

Bestellen könnt ihr das Buch direkt beim Verlag, über Amazon oder auch in der kleinen Buchhandlung ums Eck :-).

 

Zeit zum Ausruhen bleibt aber nicht. Neben neuer Schreibarbeit, will auch unser Wochenende Anfang September vorbereitet werden .... "FREI LEBEN - freilernen - NEUE WEGE GEHEN" so der Titel. Mit etlichen Gästen, großartigen Vorträgen, einer wunderbaren Umgebung und lieben Freunden ... Mehr dazu in Kürze.

"Rote Tücher"

Bevor ich zum ersten Mal Mutter wurde, war ich überzeugt davon, dass mir gewisse Dinge mit Kind nicht passieren würden. Ich war überzeugt davon, dass sich -mit der "richtigen" Umgangsweise- alles meistern ließe. Ich war überzeugt davon, dass meine Babys nachts schlafen und sich anstandslos die Zähne putzen lassen würden, dass sie nie und nimmer irgendwo einen Wutanfall bekommen würden, ... Ich war überzeugt davon, dass sich mit Liebe und Reden und Verständnis alle Situationen irgendwie handhaben ließen, ganz ohne Geschrei oder Gebrüll oder Wutanfälle oder dem schlichten und klaren "ICH WILL NICHT", das einem gelegentlich den letzten Nerv rauben und gleichzeitig fassungslos dastehen lässt wegen all der Klarheit und Überzeugung, die in den drei Worten steckt. Man könnte fasst meinen, dass ich überbildet war - dank all der Bücher und Seminare und Fortbildungen, die ich zum Thema besucht hatte und die in mir den Eindruck hinterlassen haben, dass wenn ich nur alles richtig machen würde, derartige Dinge auch nicht passieren könnten.

Aber dann ...

Kunterbunt Teil 5

Lange Tage, kurze Nächte, Sonne, Regen, Blitz und Donner und quirlige Lebendigkeit. Permanentes Lernen. Auf der einen Seite die Kleinen, die gerade die Welt für sich entdecken und erobern ... auf der anderen Seite, die schon etwas größeren Kleinen, die in Gesprächen immer wieder durchsickern lassen, was sie hier oder dort oder da gelesen haben und mich immer und immer wieder mit ihrem Wissen überraschen.

GANZ VON SELBST ...

Unser Sohn liest - eh schon länger, aber jetzt fällt es auf. Das ist in seinem Alter jetzt nichts unübliches. Unüblich ist, dass er es sich selbst beigebracht hat. Ich bin nie mit ihm dagesessen und habe Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort gelesen. Und anders, als seine große Schwester die immer wieder nach Begleitung + und Hilfe verlangt hat, hat er das überhaupt ganz alleine erledigt. Er und ...

Du sollst nicht schreien!

Klingt irgendwie, wie ein Gebot. Und ja, eigentlich ist es auch eines. Denn angeschrien zu werden ist nicht schön. Weder für die Kleinen, noch für die Großen. Ein aber gibt es trotzdem. Denn wir sind alle Menschen. Und manchmal ist es einfach zu viel. Und manches, muss einfach klar gestellt oder anders, differenzierter formuliert werden ...

Vor kurzem habe ich einen Artikel zugesandt bekommen, in dem es um das Schreien der Eltern geht und welchen Schaden es in den Kindern anrichtet, wenn Eltern schreien. Ein Artikel der wieder mal genau ins Schwarze trifft. Irgendwie halt. Und der vor allem eines kann, die Eltern verunsichern und ihnen natürlich ein schlechtes Gewissen machen. Ein extrem schlechtes Gewissen. Denn wer ist nicht schon einmal lauter geworden.

Das Problem bei derartigen Artikeln ist eigentlich immer dasselbe. Guter Aufmacher, umwerfende Überschrift und dann ein bunt zusammengewürfelter Text, gespickt mit Expertenmeinungen und Studienergebnissen und vollkommen aus dem Zusammenhang gerissene Auszüge von Texten einiger Bücher oder Interviews, aber das hundertprozentige Fehlen von Differenzierung.

Schreien ist nicht gleich Schreien 
Ich weiß schon, wie sich das jetzt anhören mag und dieser Beitrag soll Gewalt an Kindern (ob nun körperliche oder verbale) keineswegs Schönreden. Gewalt an Kindern ist immer zu verurteilen. Worum es mir geht ist, diesen Mischmasch aufzuzeigen, der da mitunter betrieben wird und der Eltern jedes Mal ...

Kunterbunt Teil 4

Wie vermehren sich Muscheln eigentlich?

Es gibt Fragen, die können dich im ersten Moment sprachlos machen und im nächsten ins Grübeln bringen und im Endeffekt dazu führen, dass 13 Menschen um einen Tisch darüber nachdenken, wie das so ist mit den Muscheln und ihrer Vermehrung und wie die Paarung abläuft und woher die eigentlich wissen, dass gerade der richtige Zeitpunkt ist und und und ...Darüber hinaus kommst du dann zu anderen Tieren und anderen Fragen und schon steckst du mitten drinnen im Lernen ... und sich austauschen und verstehen und begreifen ...

Philosophie zum Frühstück

Biologie zum Mittagessen und abends dann Geografie oder Astrologie und zwischendrinnen gestreut, Mathematik, Englisch, Deutsch, Ernährung, Soziologie, Kommunikation, ...

Wer war eigentlich der Erste? Es ist sechs Uhr morgens, ich stecke noch mitten drinnen in der Nacht und meinen Gedankengängen und dann bekomme ich solche Fragen gestellt. Wie? Was? Wann? Wer? und soll auch noch logische Antworten darauf geben. Die Frage beschäftigt ...

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