Spielplätze und das ewige "Tu dir nicht weh!"

Ich mag keine Spielplätze. Also nicht wirklich. Vor allem dann nicht, wenn sie voller übereifriger und/oder ängstlicher Erwachsener wimmeln. Erwachsener, die entweder meinen den kleinen Menschen alles zeigen und erläutern zu müssen, die fortwährend kommentieren und bewerten oder die vor lauter Angst permanent "Tu dir nicht weh", "Nein, nicht weiter klettern", "Halt dich fest" oder sonst etwas brüllen.

Ich mag keine Spielplätze, weil es mir jedes Mal wieder weh tut, wenn ich sehe wie oft Interaktion, Lernen, Entdecken ... ganz selbstverständlich und in dem Glauben daran, das Beste zu tun verhindert wird.

Voller Eifer und voller Sorge
Ich gehe davon aus, dass die meisten Eltern (oder Großeltern) nur das Beste wollen und sich zudem wünschen, dass ihr Kind diesen Ort names "Spielplatz" wieder ...

Einfach mal beobachten?

Nein eben nicht. Es geht eben nicht darum das Baby zu beobachten. Auch, wenn das oft und gerne behauptet wird. Mach es dir eben mal gemütlich, leg dein windelloses Baby vor dich hin - auf eine Decke, wasserdichte Unterlage, ein Handtuch oder sonst etwas und beobachte es einfach mal. Welche Zeichen macht es, wenn es ausscheidet? 
Funktioniert so nicht ... 

Wie oft habe ich dieses "funktioniert bei mir nicht" kombiniert mit dem "ich seh einfach nix" oder "ich krieg es einfach nicht mit" gehörtUnd wie oft habe ich mich schon darüber geärgert, dass überhaupt irgendjemand auf die Idee kommt, dass man Bedürfnisäußerungen beim Baby durchs Beobachten erkennen könnte. Ich meine: Welche Mutter setzt sich schon vor ihr Baby und beobachtet es um heraus zu finden ob es hungrig ist oder vielleicht müde oder gekuschelt werden möchte oder ihm warm oder kalt ist. Da vertrauen wir einfach ... oder probieren einfach. Aber hier? Bei der Windelfreiheit? Da soll man dann plötzlich beobachten?

Einmal abgesehen ...

Warum dieses Misstrauen?

Es ist schon erstaunlich, wie misstrauisch und kritisch wir unserer eigenen Spezies gegenüber sind. Wie wenig wir uns selbst und den kleinen Menschen um uns herum eigentlich vertrauen. Und wie überzeugt wir im Gegenzug davon sind, dass ohne Förderung und Erziehung nichts geht. Nämlich gar nichts.
Ohne gehts nicht?

Irgendwie hat sich die Idee von einer bestehenden Fördernotwendigkeit in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Aus irgendeinem Grund sind die meisten Erwachsenen davon überzeugt, dass Entwicklung und Lernen einen oder mehrere Erwachsenen erfordert, die nicht nur zum Entwickeln und Lernen anregen, sondern zudem auch noch darüber entscheiden, wohin die Entwicklung gehen, wie schnell sie sein und was gelernt werden soll. Schon spannend, dass man derartiges im Tierreich nicht erlebt. Da leben die Kleinen einfach mit den Großen und Lernen ganz selbstverständlich vom Beobachten und Mitmachen. Schule? Explizite Lerneinheiten? Gibt es dort interessanterweise nicht. Und auch kein ausgewachsenes Tier, welches die Kleinen in alle möglichen Richtungen zieht und zerrt, damit sie fliegen, jagen, klettern, fressen, fallen, laufen oder was weiß ich noch alles lernen.

Kann man uns mit Tieren vergleichen?

Warum nicht? Wir sind alle Lebenwesen. Und das Argument, dass wir einfach weiter entwickelt und somit "besser" als Tiere seien, lasse ich einfach nicht gelten. Es ist ...

Frei Leben - freilernen ...

 ... und miteinander gehen

 

Geschriebene Eindrücke vom wunderbaren Wochenende Anfang September findet ihr auf den tollen Blogseiten vom Mitananda H.O.F. und von Marion Feuchter.

Und fürs Auge gibt es dieses kurze Video von uns ... viel Spaß beim Anschauen!

 

 

Nie im Kindergarten, nie in der Schule

Montag war Schulbeginn. Der ist - wie auch das Schuljahresende - wieder einmal spurlos an uns vorüber gezogen. Nach einem wunderbaren FreilernerWochenende voller intensiver Momente war der Montag eher ruhig. Ausschlafen, gemütlich Frühstücken, Zusammenräumen, darüber Nachdenken ob die lieben Freunde schon zuhause angekommen sind, das Wochenende noch einmal durchsprechen, in die Bäume verschwinden um Zwetschken und Äpfel zu ernten ... oder zu essen. Zeichnen, Malen, Spielen ...

Nichts also, was auch nur annähernd mit Schule und Schulalltag vergleichbar wäre. Auch wenn die meisten Denken, Freilernen wäre so wie Homeschooling und die Kinder würden regelmäßig unterrichtet werden sitzt bei uns niemand am Küchentisch und bekommt von mir Unterricht erteilt oder von meinem Mann oder von einem Lehrer/einer Lehrerin.

 

Ich werde oft gefragt, was geschehen müsste oder wie sich das Schulsystem verändern müsste, damit ich unsere Kinder hinschicken würde. Und jedes Mal ...

Frei Leben - freilernen - Neue Wege gehen

ES IST SOWEIT!!!!

Wochelange Vorbereitungen liegen hinter uns und ein spannendes, tolles, bereicherndes WOCHENENDE mitten im Grünen vor uns. Wir freuen uns auf alle Menschen, die dieses Wochenende mit ihrem Dasein und ihrem Wissen bereichern werden. Vorab schon einmal ein riesengroßes DANKE an alle, die dieses WOCHENENDE überhaupt möglich gemacht haben und machen. Durch ihr Wirken, ihr Engagement und ihre Begeisterung für die neuen Wege und das Miteinander

 

TAGESBESUCHER WILLKOMMEN

Wer nicht an allen Tagen dabei sein kann oder wen ein einziger Tag besonders interessiert - der kommt einfach nur an dem Tag. Kurzentschlossene geben einfach kurz per SMS 0681 2022 6061 Bescheid.

 

Und für alle, die dieses WOCHENENDE keine Zeit haben:

Berichterstattung inkl. Bildern folgt hier dann in den darauf folgenden Tagen!

 

 

Wichtig, weil ...

Jetzt lass ihn/sie doch! Jetzt borg das doch her! Das ist doch nicht so wichtig!

All diese Sätze und ganz besonders der letzte Satz "Das ist doch nicht so wichtig". Und ob das wichtig wäre. Vielleicht nicht für die Mama und vielleicht auch nicht für den Papa, vielleicht nicht für die Oma oder den Opa oder die Tante oder den Onkel oder wen auch immer ... aber für den kleinen Menschen ist das jetzt gerade wichtig. Ganz gleich ob es für uns anstrengend ist oder nicht: ES IST WICHTIG. Und genau so, sollte es auch gesehen werden. 
Ich weiß, das ist schwierig und ich kenne dieses Situationen gut in denen einem genau das, was man selbst immer gehört hat auf der Zunge liegt und man versucht ist es zum Besten zu geben. 
Zugegeben, es ist öd. Wenn man ständig diese Zankereien und Streitereien wegen scheinbar unwichtigen Dingen mitanhören muss, dann kann das schon ganz schön zermürbend sein und mitunter auch ganz und gar nicht verständlich. Auch dann nicht, wenn wir uns noch genau an diese Streitereien mit den Geschwistern erinnern können.
Und trotzdem, sie sind nicht unwichtig, diese Streitereien. Oder anders gesagt: Sie sind wichtig. 
WICHTIG, weil ...

Weil es um ...

Keulen-Logik

Da muss es halt durch. Irgendwann muss es doch lernen, dass ... Wirst schon sehen, dass es ihm/ihr Spaß macht ...

Es stimmt schon. Manche Erfahrungen werden die kleinen Menschen machen - irgendwann einmal und ganz ohne unser zutun. Und ja, es stimmt auch, dass sie manchen Dingen zuerst mit Abneigung begegnen und dann doch Spaß daran finden, wenn sie sich einmal darüber trauen oder es ausprobieren  ...TROTZDEM ist all das noch lange kein Grund, dem kleinen Menschen nicht die Zeit zu geben, die er für seine Erfahrungen braucht. Zeit, die er in unserer Gesellschaft aber ganz oft nicht bekommt.

Die Idee vom Müssen

Muss man einem kleinen Menschen auf die Sprünge helfen? Ihm die Erde und alle darauf befindlichen Möglichkeiten offenbaren? Muss man ihm zeigen, dass man gelegentlich warten kann mit dem erfüllen bestimmter Bedürfnisse? Oder das man teilen kann? "Helfen" und "zeigen" und "offenbaren" durch Methoden, die sich Erziehung nennen oder Beschulung oder Förderung? Eigentlich ...

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