Manchmal ...

Manchmal nagt das schlechte Gewissen an mir. Wenn ich zu viel zu tun und zu wenig Zeit habe oder wenn ich mehr möchte als eigentlich (zeitlich) drinnen ist. Wenn ich die lieben Kleinen gefühlsmäßig ständig irgendwie vertrösten muss oder mir ihre Lebendigkeit etwas zu lebhaft ist und ich mir einfach nur einen Augenblick Ruhe wünsche ... Aber manchmal nagt das schlechte Gewissen (inklusive Selbstzweifel) auch dann an mir, wenn ich wieder ...

Ausbessern?

Auf Fehler hinweisen? Verbessern?
Du, wie ist das eigentlich, werde ich oft gefragt, wenn die Kleinen dann zum Schreiben anfangen. Soll man da ausbessern? Muss man da irgendetwas beachten? Was, wenn sie verkehrt herum schreiben? 

(Fragen, die ich ausführlich auch in meinem neuen Buch "Gehts auch ohne Schule" beantworte - sehr empfehlenswert ;-) )
Da gibt es ja ganz unterschiedliche Herangehensweisen und die einzig richtige gibt es nicht. Aber für mich war immer klar, dass ich nicht ausbessern oder verbessern werde - es sei denn, ich werde ganz explizit danach gefragt vom kleinen Menchen, ob dieses oder jenes Wort richtig geschrieben ist oder diese Zahl. Geschieht das nicht, lasse ich das, was geschrieben steht auch stehen. Ganz gleich ...

Manchmal fehlt einfach die Zeit ...

Oder anders gesagt, ist Zeit etwas sehr relatives und für die Kleinen einfach nicht greifbar. Nicht so, wie wir das manches Mal vielleicht gerne hätten, weil dann vieles einfacher wäre .. zumindest in unserer Vorstellung.
Es gibt Dinge, die vergessen wir gerne oder die sind uns nicht in der Art und Weise bewusst, wie es vielleicht hilfreich wäre. Das Verständnis von Zeit bei den Kleinsten und in Zusammenhang damit die Dringlichkeit mancher Bedürfnisse ist eines davon.
Warum streubt es sich plötzlich so dagegen?
Eine Frage die zu den am häufigsten gestellten Fragen zählt. Warum streubt es sich, wehrt sich gegen mich, möchte sich nicht anziehen, abhalten, hochnehmen, ... lassen. Im klassischen ...

Seminarwochenende in Graz ...

Eigentlich wollte ich heute ja einen ganz anderen Beitrag machen. Aber irgendwie ist mir in dieser Woche die Zeit abhanden gekommen. Sie war schneller als ich oder ich wollte zu viel. Wie genau, kann ich nicht sagen. Die Erwachsenen meinten früher ja immer, dass die Zeit immer schneller vergeht und gelegentlich tendiere ich auch dazu es so zu empfinden, aber vielleicht wird man als Erwachsener einfach nur schneller ... oder anspruchsvoller, was die Quantität der Erledigungen betrifft, die man in den vielen Stunden des Tages (und der Nacht) unterbringen möchte.
Wie auch immer es sich verhält, den Blogeintrag heute muss ich verschieben. Vorerst geht es jetzt einmal nach Graz ins Hebammenzentrum zum WINDELFREI-INTENSIVSEMINAR und danach zu ganz lieben Freunden auf den MITANANDA H.O.F. - den ich euch jetzt schon empfehlen kann zum Anschauen und Ferien machen und Verweilen bei einer Freilerner Familie in der Südsteiermark ...

 

Nur nicht egoistisch werden!

In einem Miteinander, in dem das Beherrschen der Ellenbogentechnik weit mehr geschätzt wird als ein achtsamer Umgang miteinander erscheint es mehr als absurd (wie so vieles) das gerade junge Eltern davor gewarnt werden, den kleinen, gerade einmal geborenen Menschen allzu sehr zu verwöhnen. Er könnte letztendlich egoistisch werden. Er könnte sich letztendlich zu jemandem entwickeln, dem alle anderen egal sind. In einem Miteinander, in dem die kleinen Menschen bereits in den frühen Kindergartenjahren auf gewinnen und Leistung gedrillt werden, auf besser und größer, klingt das "Es muss aber schon teilen lernen" fast schon wie ein Witz. Ein schlechter Witz.

Erziehungsansichten

Es ist die Idee, die in den Köpfen der meisten Menschen vorherrscht. Die notwendige Erziehung des Kindes, die bewusst oder unbewusst eigentlich all das Misstrauen zum Ausdruck bringt, welches wir in uns tragen, welches uns anerzogen worden ist und welches im Grunde unser gesamtes Dasein und Miteinander prägt. Aus Angst, der kleine Mensch könnte unfähig bleiben, aus Angst der kleine Mensch könnte sich zu einem verzogenen "Monster" entwickeln, ziehen und zerren wir lieber mal ein bisschen an ihm herum, ignorieren lieber mal das eine oder andere Bedürfnis und tun so, als ob der Schmerz der dabei empfunden wird nur notwendig und richtig sei um den kleinen Menschen stark und widerstandsfähig zu machen. WAS FÜR EIN SCHWACHSINN.
Das kleine Ich und das EGO

Das Ich braucht ...

Kunterbunt Teil 7

Es ist mal wieder an der Zeit für einen kunterbunten Beitrag. Oder anders gesagt, bei kleinen Schnupfennasenmenschen, schlaflosen Nächten und einem Berg von Hausarbeit schreibt sich ein kunterbunter Beitrag mit einer Hand einfach schneller als einer der Beiträge, die noch in meinem Kopf herum geistern und etwas mehr Ruhe und zwei Hände erfordern. Etwas mehr heißt: wirkliche Ruhe, statt nur gewünschte Ruhe mit gleichzeitiger Dauerbefragung und Bequatschung von bevorzugt mindestens drei der fünf kleinen Menschen.
Interessant ist natürlich alles, was ich bzw. wir machen und während die Großen damit beschäftigt sind uns ihre neuesten Ideen zu erläutern bzw. sie in unmittelbarer Nähe zu uns zu verwirklichen (zuzüglich etlicher Kommentare) haben sich die zwei Mittleren im Moment dazu entschlossen uns nachzumachen ... mit dreifacher Verstärkung, denn wenn wir so viel Telefonieren und hin und her fahren würden wie sie es im Augenblick spielen würden wir zu gar nichts mehr kommen. Läutet dann das echte ...

Weltstillwoche 2016

Stille Momente

Wie lange ich jetzt eigentlich schon stille ... insgesamt, wurde ich in letzter Zeit einige Male gefragt und so genau habe ich eigentlich noch gar nicht nachgerechnet. War auch nie so wichtig. Stillen hat irgendwie immer dazu gehört und es hat sich einfach so ergeben, dass ich immer recht lange gestillt habe und eigentlich in den letzten zwölf Jahren fast ständig gestillt habe. Stillen ist dadurch ganz normal geworden. So normal, dass ich mir keine großen Gedanken mehr darüber mache, wie lange oder wie oft. Es geschieht einfach und es passt für mich bzw. uns. So normal, dass ich in diesen Momenten sehr viel über die Mama-Baby-Beziehung und das Kommunizieren gelernt habe.

Und Stillen ist noch etwas für mich geworden. Ein Moment des Innehaltens und der Ruhe. Es ist der Moment, den ich irgendwo sitzend verbringen und einfach genießen kann. Einmal kurz die Augen schließen und entspannen kann. Es sind die Momente, die ich mir heraus nehme und die wichtig sind. Für mich - zum Kraft tanken - und für die Jüngsten, zum Entspannen und wieder ins Gleichgewicht finden.

 

Beziehung

Für mich gibt es eigentlich keine optimale Stilldauer. Stillen ist ...

Wie schaffst du das alles?

Warum glauben wir eigentlich immer, dass wir irgendeine Leistung erbringen müssten? Das wir nur dann gut und richtig wären, wenn wir Ansprüchen gerecht werden, die möglicherweise nur in unseren Köpfen existieren? Warum glauben wir so oft, sein zu müssen, wie andere sind (oder das was wir von ihnen sehen) um es leichter zu haben oder alles besser zu schaffen? 
Leicht ist anders

Einmal ganz ehrlich: Wir machen es uns nicht leicht, mit all diesen Zweifeln und all dem schlechten Gewissen, das wir mit uns herum karren, wie einen Rollkoffer der an unserer Hand festgewachsen ist. Elternsein kann man nicht "schaffen" - wir können Zeichnungen schaffen oder Wanderungen, wir können Aufgaben schaffen (bewältigen) und Herausforderungen meistern oder den Alltag ... aber Elternsein kann man nicht schaffen. Man ist als Mama oder Papa nicht irgendwann "fertig" mit dem Elternsein oder dem Familienleben. Man geht nicht irgendwann nach Hause und ist ...

Neueste Kommentare

Anmelden