Work-Life-Balance ...

oder die Kunst das gesunde Gleichgewicht zwischen Kindern, Arbeit, Haushalt, Partnerschaft und Freizeit nicht zu verlieren.

Es ist schon als nicht berufstätige Mutter schwierig, genügend Zeit für sich selbst und jene Momente zu finden, die einem die Kraft geben, den Alltag mit all seinen Anforderungen zu meistern. Als berufstätige Mutter scheint dies noch einmal schwieriger zu sein und als selbstständig tätige Mutter wird es mitunter dann gänzlich kompliziert. Wobei ich hier nicht bestreiten möchte, dass es Vätern hier anders ergeht - vielleicht sind sie nicht genau in der selben Lage wie Mütter, aber doch auch in der Lage, ständig das Gefühl zu haben den Anforderungen gerecht werden zu müssen.

Work-Life-Balance ist eines jener modernen Wortkreationen, die erst mit der Hektik der heutigen Zeit gekommen ist. Ebenso wie Burn out. Ich bin überzeugt davon, dass sie mit der leistungsorientierten Gesellschaft unserer Zeit in engem Zusammenhang steht. Mehr noch, gerade durch sie immer mehr an Bedeutung gewinnt. Denn ...

Rohkosternährung ...

Mein Thema heute hat wenig mit Freilernen oder Windelfreiheit zu tun, aber doch mit dem Leben im Allgemeinen. Als ich vor mehr als zehn Jahren mit der Rohkost anfing, war das noch weitgehend unbekanntes Terrain, umso spannender finde ich es jetzt, dass Rohkost immer populärer wird und sich immer mehr dafür interessieren. Das ist mit ein Grund, warum ich mich dazu entschlossen habe (oder mich dazu überreden ließ -was wohl treffender wäre) etwas über unsere Erfahrungen zu berichten. Wobei es mir keinesfalls darum geht hier das Für und Wider abzuwägen oder eine Ernährungsform zu beurteilen. Ich bin keine Ernährungsexpertin, aber ich finde Ernährung an sich einfach spannend und hochinteressant.
Ernährung beschäftigt mich schon mein halbes Leben und mich sechs Jahre lang ausschließlich von Rohkost zu ernähren, war für mich keine Überwindung sondern einfach ein naheliegender Schritt, nicht um extrem zu sein, sondern einfach, weil mir Früchte und Gemüse immer schon am besten geschmeckt haben. Und als ich dann meinen Mann kennenlernte -er war zu dem Zeitpunkt bereits einige Jahre Rohköstler- brauchte es nicht viel um mich für diese Ernährungsform zu faszinieren. Rohkost, schien genau das zu sein, wonach ich schon so lange Zeit gesucht hatte.

In meiner Rohkostzeit war ich sowohl Schwangere als auch stillende Mutter und ...

Was für ein Wochenende!!!

Begonnen hat alles eigentlich schon Donnerstag Vormittag mit der dringenden Bitte einer Mutter, ich solle doch zu ihre Kommen. Das ging sich aufgrund meiner Termine an dem Tag nicht mehr aus, aber am Freitag Abend konnte ich sie einschieben und das Gespräch hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine individuelle Begleitung in einer Umgebung ist, in der sich die Familie wohl fühlt. Besonders war an dieser Begleitung, dass auch die Oma anwesend war. Ihr Feedback am Schluss nach einer herzlichen Verabschiedung: "das war alles sehr aufschlussreich und vor allem hilfreich!"
Ein schönes Gefühl, danach heim zu gehen und zu wissen, dass ich wieder eine Familie in ihrem Weg bestärken und Zweifel entkräften konnte. 
Weiter ging es dann mit dem (vorläufig) letzten Treffen mit jener Mama, die ich in den letzten Wochen begleitet haben. Während der letzten Schwangerschaftswochen und jetzt danach mit dem Baby. Keine ganz einfach Zeit für die kleine Familie, weil es gleich verschiedenen Komplikationen gab ... aber es geht bergauf und auch hier konnte ich mit einem guten Gefühl im Bauch Abschied nehmen. 

Gleich im Anschluss hat unsere Elternaustauschgruppe begonnen und ich muss sagen, wir sind wirklich eine kleine, aber feine Gruppe. Ich habe die Gruppe mit einem Spruch von Virginia Satir begonnen und er hat genau das bewirkt, was ich erhofft hatte, ein Gefühl des Miteinanders. Neben den vielen berührenden und interessanten Themen gab es auch jene Momente, die uns alle zum Lachen gebracht haben. Und mitten drinnen, die Kinder.

 

Und heute? Sonntag ist unser Familien/Freunde/Verwandtentag .. da ist immer viel los und es gibt viel zum Lachen. Es sind jene Tage in der Woche, an denen ich versuche möglichst erst am Abend den Computer zu starten. Ideen werden in mein Heft geschrieben aber sonst herrscht Sendepause. Warum? Weil ich nicht ständig damit beschäftigt sein will und weil es einfach gut tut sich ab und an eine Pause zu gönnen. Und, weil eben diese Tage es sind die mich stärken und die mich durch Gespräche dann wiederrum in neue Bereiche oder zu jenen Themen bringen, von denen ich dann überzeugt bin, dass ich sie ansprechen werde oder kann.

So ist auch das morgige Thema entstanden - unser (ehemaliges) Leben als ROHKOSTFAMILIE. Gefragt wurde ich ja schon öfters und vor allem in meinen Gruppen war es immer wieder Thema, aber zu lesen wird es jetzt -seit langem wieder einmal, meine letzten veröffentlichen Berichte in gängigen Rohkostmagazinen sind schon eine Zeit her- etwas geben. Rohkost ist popolär im Moment, in sich ist sie aber ein sehr komplexes Thema und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden ... aber da greife ich schon wieder vor ... Freut euch auf morgen!

 

 

Ehrgeiz und Wissbegierde

Oder warum Lob und Beurteilung Kinder unter Druck setzt und nicht jenes tiefgreifende Verständnis verursacht wie wenn das Lernen vom Kind ausgeht und von den Begleitpersonen wertgeschätzt wird.

Ehrgeiz ist gut und erwünscht. Der Trugschluss aber, ist zu glauben, dass Ehrgeiz zur dann entstehen würde, wenn man ein Kind mit Lob oder Kritik (je nachdem welchem Kulturkreis man entspringt) überschüttet. Alleine das Wort stößt mir sauer auf. Ehr-geiz. Die Gier nach Ruhm und Ehre ... Ist Lernen genau das? Oder ist Lernen ...

es wird kalt und was zieh' ...

ich an? Und was zieh' ich dem Baby an. Der klassische Overall ist für ein Windelfreies Baby nur bedingt verwendbar, ganz zu schweigen vom Tragebaby, das unter Mamas oder Papas Jacke getragen wird. Also was zieht man denn da an? Um einerseits nicht zu leicht bekleidet zu sein und dann zu frieren wenn man das Baby doch mal rausholen muss und andererseits nicht ständig zu schwitzen. Und was zieht man dem Baby an, dass es nicht zu heiß aber auch nicht zu kalt haben soll.

Fakt ist, dass ein am Körper getragenes Baby nicht so warm angezogen werden muss, wie jenes Baby, dass im Kinderwagen liegt. Das getragene und ev. windelfreie Baby sollte also möglichst so gekleidet sein, dass ihm nicht zu heißt ist, es aber gegebenenfalls auch leicht ausgezogen werden kann, falls es ein dringendes Bedürfnis hat.
Heißt Strumpfhose und Hose, Leibchen, Jacke und fürs Rausgehen Haube, Handschuhe und Schühchen. Für den Fall, dass das Baby dann doch etwas länger außerhalb des wärmenden Tuches verbringen solle habe ich auch immer eine dickere Jacke oder eine Decke mitgehabt ... natürlich gehen auch Overalls, allerdings sollte man da doch schon etwas geübter sein. Denn ein Baby ohne es wo ablegen zu können aus dem Overall und danach wieder hinein zu schälen ist etwas kompliziert und erfordert Übung. Anstatt die klassischen Schianzugoveralls kann ich hier die dünnen Walk- oder Stoffoveralls empfehlen, die einfach leichter in der Handhabung und gefühlsmäßig auch angenehmer im Tragekomfort sind. Hier ein paar Fotos für die Winterinspiration und das Unterwegs sein in der Kälte.

 

  

so kann man sich nach draußen wagen! mit warmer Jacke, Hose aus reiner Merinowolle, Haube und einer Strumpfhose, schön kuschelig warm ... und wenn dann die Füßchen noch dem Gefühl nach nicht warm genug sind, dann einfach selbstgestrickte Babylegs drüber ...

 

Ach ja: und was man selbst anziehen kann? Am besten nicht zu viel. Erfahrungsgemäß kann so ein zweiter kleiner Körper unter der Jacke eine ganz schöne Wärmequelle sein!

Lernen von Montag bis Freitag?

Gespräch am letzten Sonntag mit meiner älteren Tochter:

 

 

Mama. Ist heute Schule? Wir gehen gerade an der Schule in unserer Nähe vorbei. 

Nein, heute ist Sonntag.

Warum ist heute keine Schule?

 

 

Meine Tochter scheint wirklich am Grübbeln zu sein und ich jetzt auch, denn ich habe keine wirkliche Erklärung für diesen Umstand, der sie befriedigen würde und der auch mir -jetzt nach dieser Frage- einleuchtend erscheint.

mmh naja, Sonntag ist einfach ein freier Tag in der Woche, das hat bedingt auch mit dem Glauben zu tun, weil Sonntag auch der "Tag des Herrn" heißt wo die Leute nicht arbeiten sondern ruhen und beten sollen ...

..und auch nicht lernen?
unterbricht mich meine Tochter und sieht mich erwartungsvoll an ... 

 

Windelfreiheit - ohne Windeln - Töpfchenmanie

Aus gegebenen Anlass -dem Artikel im Onlinestandard von letzter Woche- kann ich es nicht lassen.

Windelfreiheit - ach ja, dass sind doch diese Verrückten da, die Superhyperökos die ihr Baby überall hinmachen lassen nur um kein Plastik zu verwenden. Wie soll denn das gehen? Wer soll denn all die windelfreien Kinder betreuuen die überall hin machen wenn die Eltern arbeiten? Aber am Schlimmsten -je nach Ansicht naütrlich- die Ansage, dass windelfreiheit müttern ihre Emanzipation rauben und sie quasi zurück in die Steinzeit befördern würde. Moment mal, darf ich das mal klarstellen? Was hat denn die Emanzipation mit der Windelfreiheit an sich zu tun? Ach so ich übersehe wohl die Tatsache, dass man als Frau, wenn man Kinder hat, seine Freiheit verliert? Ja wirklich? Ist das so? Also sollen Frauen am besten gar keine Kinder mehr bekommen? Schließlich müssen sie diese ja im Bauch haben und stillen und für sie dasein ... auch das raubt die Freiheit. Oder sehe ich das falsch. Darf ich ehrlich sein? Ich glaube, dass es hier -abgesehen aller anderen Punkte ...

dubiose Windelfreitanten die Zweite ...

Oder sollte ich generell vielleicht von dubiosen Tanten und Onkeln im Netz sprechen? Nicht nur, dass sehr viele Falschmeldungen und Falschwahrheiten im Internet kursieren, wird mitunter auch schamlos kopiert  -ohne Quellenangaben versteht sich ...

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