Was sein darf und was nicht ....

 

Wenn das Gespräch auf das Freilernen unserer Kinder fällt und ich erklärt habe, dass unsere Kinder nicht in die Schule gehen, ich sie aber auch nicht zuhause unterrichte, sondern sie selbstständig lernen, dann kommt es nach einer kurzen Denkpause meist zu folgender Frage: Und was machst du dann, wenn deine Kinder sich für etwas was sie wissen müssen nicht interessieren?

Kinder müssen sich in unserer Gesellschaft für alles interessieren. Sie müssen sich auch für jene Themen interessieren, die sie überhaupt nicht interessieren. Sie müssen ...

coach mir meine Windel weg

coach mir meine Windel weg?????

Ja ihr habt richtig gelesen. Man kann sich heute wegen fast allem coachen lassen und man kann auch ohne viel Aufwand selbst zum Coach mutieren. Der Coach ist ein Trendwort, eine Modeerscheinung und seit neuestem auch jener, der anscheinend wissen muss wie es geht, wie man zu leben hat und was man tun muss, wenn ....

 

Der Coachwahnsinn wird in der heutigen Zeit immer größer und begegnet uns mittlerweile wohl in allen Bereichen.  

Ohne viel Basiswissen kann man sich mit ein wenig Geld heute relativ schnell zum "was auch immer Coach" ausbilden lassen. Inhaltlich lassen derlei Ausbildungen mitunter einiges vermissen - vor allem aber breitgefächertes Allgemeinwissen zum betreffenden Thema, welches Schubladendenken verhindern und dafür sorgen würde, dass Beratungstätigkeit -denn nichts anderes macht ein Coach im Grunde- kompetent und wirklich hilfreich durchgeführt werden kann. Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Erst kürzlich habe ich ein Gespräch mit ...

Gratwanderung ...

Erziehungsprobleme gibt es viele ... Bücher darüber beinahe dreifach so viele. Ein Blick in die Regale der Buchhandlungen genügt um dies zu erkennen. Nun gut, Spannungen mit Kindern gehören -wie in jeder Beziehung- gewissermaßen dazu. Es wird immer wieder die eine oder andere Handlung geben über die wir als Eltern nicht gerade glücklich sind und ich nehme jetzt stark an, ...

Zurückhaltung ...

 

... ist nicht gerade unsere Stärke. Warum? Weil wir tendenziell -wie es unsere häufige Erfahrung in der Kindheit war- dazu tendieren in das Entdecken und Tun eines Kindes einzugreifen um es zu forcieren oder ihm wenn es schwer wird etwas abzunehmen. Diese Herangehensweise ist absurd. Wie fühlen wir uns als Erwachsener, wenn jemand ohne zu fragen kommt um uns bei unserer Arbeit zu helfen (eingreifend zu helfen indem er uns Dinge einfach ungefragt aus der Hand nimmt) oder er uns ständig darauf hinweist, wie wir es besser machen könnten. Wie würden wir reagieren, wenn wir einfach ungeduldig von unserer derzeitigen Tätigkeit weggeschickt werden würden oder beiseite geschoben werden würden, weil die Kollegin meint es besser oder schneller zu können und somit Zeit zu sparen.
Das ist lächerlich, weil ...

Attachment parenting und seine ...

"dunklen" Seiten.

 

 

Erziehung durch Zuneigung. Ein Begriff, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat und zu einem immer größeren Erziehungstrend geworden ist. Willst du hip und in sein, dann praktizier Attatchment parenting - so oder so ähnlich könnte es vielleicht heißen.

An und für sich bin ich dem Konzept ja nicht ...

wenn Babys weinen ...

sind wir in Alarmbereitschaft - im Optimalfall. Und im Optimalfall wissen wir, was zu tun ist, damit sich das Baby wieder beruhigt und wohl fühlt. Im Optimalfall haben wir meist kurze Zeit nach der Geburt bereits herausgefunden, was das Baby mag, was es beruhigt und wie es sich schnell wieder wohler fühlt. Im Optimalfall weint ein Baby eher selten und lässt sich schnell wieder beruhigen. Im Optimalfall gibt es kein Baby, dass Stunde um Stunde weint... leider ist die Realität nicht (immer) der Optimalfall und häuftig müssen wir zuerst einmal unsere eigenen Idealvorstellungen in den Wind streuen um der Realität Platz machen und klarer sehen zu können. Häufig werden wir von der Realität einfach überrumpelt und finden uns an einem Punkt wieder ...

ach du ruhige Weihnachtszeit ...

jetzt hast du also wirklich begonnen.


Voller Christkindlmärkten, Nikoloinvasionen, Weihnachtsmännern und übervollen Einkaufsstraßen. Voller Stress und Hektik, weil man noch so viele Geschenken kaufen sollte und voller schlechtem Gewissen, wenn man es nicht schon im Juni gemacht hat ... Die Weihnachtsdeko, Schokonikoläuse und Schokokrampusse (schreibt man sie so?) beglücken uns ja schon seit Ende September und so mancher fragt sich nach den Schlagzeilen der letzten Tage sicherlich, was da denn so drinnen ist in den Schokoleckereien für die Weihnachtszeit.


Ganz ehrlich? Eigentlich mag ich die Weihnachtszeit. Ich mag die frühe Dunkelheit (bis nach Weihnachten) und den Lichterglanz überall, ich mag den Duft nach Weihnachtsbäckerei und Kerzenrauch und die frische nach Schnee riechende Luft (wenn man nicht gerade neben einer dicht befahrenen Straße oder einem Punschstand vorbei geht oder wenn dank Erderwärmung Frühlingstemperaturen herrschen). Und seit einigen Jahren mag ich die Adventzeit besonders gerne, weil meine Kinder da am längsten in der Früh beschäftigt sind und mich überhaupt nicht zu brauchen scheinen - was mir die Ruhe gönnt noch ein wenig zu schlafen.

Warum sie das machen? Weil sie den Adventkalender ausräumen und das am liebsten schon dann, wenn noch nicht einmal annähernd Morgen ist. Das führt dann mitunter dazu, dass ich vom Licht geweckt werde, dass plötzlich durch die Tür dringt und ich meine Kinder um den Tisch sitzend ihre Leckereien aus dem Adventkalender vernaschend oder mit ihren Kleindigkeiten spielend vorfinde - sagen wir einmal zu einer Uhrzeit, zu der man normalerweise noch nicht an den Morgen denkt. Aber das kommt glücklicherweise eher selten vor. Überwiegend stehen sie etwas vor der Morgendämmerung auf, aufgeregt flüsternd aus dem Zimmer schleichend ... 

Aus weiser Voraussicht habe ich bis dato den Adventkalender immer erst am Vorabend für den nächsten Tag gefüllt aber dieses Jahr gibt es noch einen zweiten Adventkalender - einen mit kleinen Büchlein drinnen- von der Oma, und mit diesem Kalender kam es heute Nachmittag beinahe zu einem Drama.

Denn, aus Neugierde und Ungeduld, wurde dieser von meinen Sohn  in einem unbedachten Moment mithilfe eines Stockerls um ihn leichter zu erreichen ausgeräumt ... Als ich es bemerkte war ich glaube ich im ersten Moment eben so überrascht wie mein Sohn. Er hat gewusst, dass es nicht so in Ordnung war, was er da getan hat und ist gleich weinend verschwunden. Ich habe zuerst den Schaden behoben um zu vermeiden, dass Tochter Nr. 1 etwas bemerkt und einen Schreikrampf bekommt (verständlicherweise - ihr Gerechtigkeitssinn ist enorm) und habe mich dann auf die Suche nach meinem weinenden und sichtlich wütenden Sohn gemacht.

Nach einigen Kuscheleinheiten ging es dann wieder ... und nein, ich habe ihn weder bestraft noch angeschrien, sondern ihm nur gesagt, dass ich seine Neugier zwar verstehe, es aber nicht so toll finde, wenn er alle Bücher alleine ausräumt und ansieht, schließlich gehört er nicht nur ihm sondern auch seinen Geschwistern. Ich hätte nichts gesagt, wenn es sein eigener Adventkalender gewesen wäre, denn ich kann mich selbst an meine eigene Neugier erinnern als Kind und wie schwer es mir gefallen ist, nicht alle Kästchen aufzumachen oder vorab schon eines zu öffnen. Und ich weiß, dass man Geduld erst mit der Zeit lernt aber vor allem nicht dann, wenn sie einem aufgezwungen wird ... Aber in diesem Fall musste ich einschreiten, weil er eben allen Dreien gehört und gerade die Älteste sehr darauf bedacht ist, bis zum 24. immer nur ein Kästchen aufzumachen.

 

Als wir die erste Kerze entzunden haben war dann wieder Stille eingekehrt - weitestgehend, denn da fanden die beiden Älteren es nicht so toll, dass die Jüngste ständig die Kerze ausgeblasen hat, schließlich macht man das an Geburtstagen so ... Wirkliche Stille kehrt bei uns eigentlich erst immer dann ein, wenn die Kinder im Bett sind und friedlich schlafen. Die Weihnachtszeit macht trotzdem Spaß ... besonders wenn man bereits um acht Uhr Früh mit den Kindern beim Kekse backen steht, so wie heute, aber das ist eine andere Geschichte.

 

Ja, ich mag die Weihnachtszeit. Und mehr als sonst habe ich in der Weihnachtszeit das Bedürfnis meinen Kindern etwas anderes zu zeigen, etwas, das neben all dem Komerz und dem Konsum den sie in der Welt sehen, existiert. Ich möchte ihnen Dasein und Zuhören vermitteln und das Gefühl, das Weihnachten mehr ist als nur schenken. Ich möchte sie auf Dinge aufmerksam machen, über die wir -in der Wohlstandgesellschaft- gerne hinweg sehen. Aber mehr als das, möchte ich, dass sie sich ihre eigene Meinung und ihr eigenes Verständnis von Dingen bilden können.

 

Ich habe "Nein" gesagt ...

Warte nur bis er lernt "nein" zu sagen!!!

 

 

Haben wir uns schon einmal die Frage gestellt, warum Babys und Kinder so oft "Nein" sagen? Haben wir schon einmal daran gedacht, dass es nicht mit ihrem Willen zu rebellieren zusammenhängt sondern lediglich eine Kopie unseres eigenen Verhaltens ihnen gegenüber ist? Wie oft ...

Neueste Kommentare

Anmelden