Immer an erster Stelle?

Beziehung statt Erziehung. Was dahinter steht hört sich blumig an. So blumig und harmonisch und wunderschön ... aber vor allem soooooooo einfach. Viel einfacher als mühsam am Kind herumzuerziehen ... Wie ein leichtfüßiger Tanz, wo man mit dem kleinen Menschen einfach so durchs Leben hopst und sich keinen Gedanken darüber machen muss wo hinten und vorne, oben und unten ist und ob Bedürfnisse vielleicht auch einmal aneinander krachen oder so überhaupt nicht gleichzeitig erfüllt werden können ... oder auch mal überhaupt nicht erfüllt werden können, weil es einfach unmöglich ist diese zu erfüllen - von Natur aus. Sagen wir so: Beziehung statt Erziehung sieht leider nicht so aus, wie wir uns das gerne vorstellen. Überhaupt nicht.
Die meisten würden meinen, dass man sich mit Erziehung das Leben unnötig schwer macht. Und das ist natürlich so. Zumindest was gewisse Siuationen betrifft. Situationen in die man ohne Erziehung gar nicht gekommen wäre. ABER: Andererseits macht man es sich mit Erziehung um ein vielfaches einfacher. Man erzieht einfach - nach gewissen Vorstellungen und das liebe Kleine muss da halt durch. Geschieht ja nur zu seinem Besten. Ebenso wie man selbst. Auch wenn es einem schwer fällt und man auch lieber ... Besser so als später dann ein verzogenes Kind zu haben ... Bedürfnisse hin oder her, gewisse Dinge müssen einfach gelernt werden. Punkt. Aus. Pasta. Ohne Widerrede, Diskussionen oder Grübeleien.
Wirkliche, innige, tiefe BEZIEHUNG zu leben heißt HERAUSFORDERUNG, heißt, sich nicht einfach auf irgendwelchen Konzepten oder Ideen ausruhen zu können, heißt EINGEHEN auf den anderen. Beziehung heißt, dass ich mich auf den Menschen einlasse ganz gleich ob er klein ist oder groß; heißt, dass ich hinschaue, wahrnehme, zuhöre und (be)achte. Sprich, was sich so wunderschön blumig darstellt beim ersten Hindenken ist im täglichen Leben mitunter wirklich blumig und vor allem wunderschön, bedeutet aber stetige und ständige "ARBEIT".
Nicht einfach nur "nicht erziehen"
Unerzogen - der Begriff ist ...

Topfakrobatik

oder: Warum Selbstständigkeit nicht immer gleich nach Selbstständigkeit aussieht.
Seit Tagen schon ... nein eigentlich seit Wochen ... will nun auch die Jüngste "selber machen". Man sieht es förmlich in ihren Augen. Dieses Funkeln und Leuchten, wenn die Größeren auf der Bildfläche erscheinen und Dinge tun, die so viel spannender sind, als ich es jemals sein kann. Vor einigen Tagen hat dieses "selber machen wollen" nun auch beim Lulu gehen definitiv Einzug gehalten. Davor ließ sie sich noch mit Müh und Not dazu überreden (in vielen Situationen) sich halt doch schnell halten zu lassen. Aber auf einmal ging nichts mehr. Kein Drüber halten mehr. Schluss aus vorbei. Keine klitzekleine Chance. Dafür Lackerln am Boden und nasse Hosen, Sie wollte einfach nicht mehr. SIE hatte beschlossen, dass mit all dem jetzt ein für alle Mal (zumindest im Augenblick) Schluss sei.
Ich habe natürlich wieder einmal ...

Etwas verspätet

Dieser Beitrag sollte schon seit zwei Tagen online stehen. Aber wie das so ist, lief eigentlich nichts so wie geplant. Zuerst wurden die lieben Kleinen krank und dann der Computer. Wobei "krank" hier natürlich der falsche Ausdruck ist. ER wollte einfach nicht mehr. Hat sich noch im alten Jahr dazu entschlossen einfach nicht mehr zu funktionieren. So einfach ist das. Oder eben auch nicht. Da merkt man erst wieder wie sehr man das Ding dann doch zum Arbeiten braucht. Aber man merkt noch etwas. Die Stille, die plötzlich herrscht. Und diese andere Zeit. Nicht das vorm Kasterl sitzen und noch schnell dieses und jenes machen. Sondern einfach mal beisammen sitzen und quatschen. Kommt im Alltag und mit funktionierendem Computer immer zu kurz, auch wenn man sich bemüht es anders handzuhaben.
Gut, also kein Computer für ein paar Tage bzw. kein funktionierender Computer. Denn da war er ja. Sogar zerlegt haben wir ihn, mit Hilfe eines lieben Bekannten der sich wirklich auskennt bei diesen Dingern und man glaubt gar nicht, was da alles drinnen steckt in diesen kleinen Dingern. Ich weiß schon, die Computerkenner werden jetzt beherzt lächeln und sich ihren Teil denken - aber ich war im ersten Moment wirklich erstaunt. Und die lieben Kleinen auch. Womit der kaputte Computer gleich einen weiteren positiven Nebeneffekt hatte.
Und zu guter Letzt, waren Husten, Schnupfen und Heiserkeit/Stimmlosigkeit stärker als mein Widerstand und so haben sie es sich etzt auch bei mir bequem gemacht. ich hoffe sie verschwinden schön bald wieder. Den so ganz ohne Stimme und lauter kleinen (und großen) Menschen die mit einem sprechen wollen, ist es einfach nur BLÖD.

TROTZDEM: ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EINEN WUNDERVOLLEN START INS NEUE JAHR - für das ich so einiges vorbereitet habe und in dem es sicher wieder ganz viele spannende Begegnungen gibt.
... UND FREUE MICH ÜBER ALL EURE RÜCKMELDUNGEN UND KOMMENTARE; EURE ANLIEGEN UND ANREGUNGEN UND DARAUF; EUCH WEITER EIN STÜCK EURES WEGES BEGLEITEN ZU DÜRFEN:

Zwischen den Jahren

Eigentlich findet der Jahreswechsel ja zur Wintersonnenwende zwischen dem 21. und dem 22. Dezember statt - und darum beginnt für unsere Familie "Weihnachten" eigetnlich auch schon an diesem Tag mit dem "Jahreswechsel". Zuerst Wintersonnenwende, dann die "Weihnacht" - wo wir die Rückkehr der Sonne feiern und die darauf folgenden Raunächte, wo wir viel und intensiv räuchern und uns ganz viel Zeit für uns nehmen.
Weil aber Silvester üblicherweise am 31. gefeiert wird - befinden wir uns gefühlsmäßig irgendwie zwischen den Jahren. Das "alte" Jahr ist nicht mehr so richtig da und das "neue" hat laut Kalender noch nicht begonnen. Also irgendwie dazwischen. Eine wichtige Zeit fürs Innehalten und "sich Zeit nehmen". Zum Nachdenken, Zurückblicken und nach vorne schauen. Aber auch eine Zeit, zum ganz im Jetzt sein und sich auf das konzentrieren, was einem wichtig ist.

Der Blick zurück ins vergangene Jahr lässt mich einerseits ziemlich nachdenklich werden - vor allem wenn ich die gesamtpolitische Situation auf der ganzen Erde betrachte. Andererseits spüre und erlebe ich, dass hier so viele Menschen um mich herum sind, mit denen ich Veränderung bewirken kann. Und das ist ein unendlich schönes Gefühl. Wir sind näher zusammengerückt und haben durch diese miteinander gehen gemerkt, dass Vieles möglich wird. Ob nun das "Frei Leben - freilernen - Neue Wege gehen" Wochenende im September, dass wir ohne die großartige Hilfe von Martina und Alex unseren lieben Nachbarn nicht geschaffft hätten, oder das Zusammenrücken und Anpacken im Freilerner Netzwerk - wo in den letzten Wochen so wunderbares entstanden ist - eine großartige neue Seite, ein wirklich gelungenes Forum und das neue Freilerner Cafe, für alle die nach virtuellem, verbalen Austausch suchen ....
Umso mehr freue ich mich auf das neue Jahr, dass für mich gleich Mitte Jänner ganz intensiv beginnt. Zuerst mit dem Seminarwochenende in TIROL (Zirl und Innsbruck) und zwei Wochen später mit dem Seminarwochenende in WIEN.
Weiter geht es danach mit zwei Freilernertreffen (Wien und NÖ - die genauen Termine werde ich euch noch rechtzeitig bekannt geben) und im Anschluss - Anfang MÄRZ - geht es dann nach Kärnten, für ein Seminarwochenende mit Authentic Parenting, Windelfrei und Freilernen ... Rundum-Info garantiert.
Wer dazwischen noch nach Austausch und Info sucht, der kommt sicherlich auch nicht zu kurz. Denn im Jänner - genau genommen am 19. 1. 2017) und dann auch im Februar (16. 2. 2017) warten wir wieder im Freilerner Studio auf euch. - Bitte beachtet hier die rechtzeitige Anmeldung über die neue Freilerner HP, wenn ihr beim internen Talk im Anschluss an die Sendung dabei sein wollt.
Somit wünsche ich euch eine wundervolle "zwischen den Jahren" Zeit, mit vielen tollen Momenten und ausreichend Zeit zum Innehalten. Ich bedanke mich bei allen, die im vergangenen Jahr unseren Verein unterstützt haben und auch weiterhin unterstützen.

Weihnachtswünsche für euch

Ich wünsche euch Zeit.
Zeit füreinander und zum Innehalten.
Zeit für euch selbst - zum Durchatmen und zur Ruhe kommen.
Zeit zum Zuhören und Gehört werden,
zum Bewusstwerden und Energie tanken.

Ich wünsche euch, dass ihr von Menschen umgeben seid,
die euch verstehen, lieben und vertrauen.
Ich wünsche euch die Ruhe und Kraft, auch schwierige Situationen zu meistern
in dem Gefühl, nicht alleine zu sein!
Ich wünsche euch das Bewusstsein, dass es nicht um irgendjemanden geht,
sondern um euch und euren Weg
Ich wünsche euch die Kraft und den Mut, euch selbst zu vertrauen und jenen Weg zu wählen,
der sich für euch richtig anfühlt!

Ich wünsche euch, dass ihr eure Freude und euer Glück, mit jemandem teilen könnt,
und die Fähigkeit, den Augenblick zu genießen.

Ich wünsche euch eine wundervolle, ruhige, besinnliche Weihnachtszeit
im Kreise eurer Liebsten.

Ohne Zucker ...

Wintersonnenwende. Draußen überzieht der Raureif zentimeterdick die Bäume. Alles ist weiß und irgendwie zauberhaft ... passend für die beginnende Zeit der Raunächte. Die lieben Kleinen schlafen schon ... müde von einem langen, intensiven Tag und ich genieße die angenehme Ruhe. Im Haus hängt der Duft vom Räuchern und den frisch gebackenen Keksen. Keksen ohne Zucker.
Wie ohne Zucker?
Na ohne Zucker eben. Bei uns gibt es keinen Zucker. Schon lange nicht mehr. Aufgehört haben wir damit noch bevor unsere Älteste auf die Welt gekommen ist und weil ich in den letzten Wochen immer wieder danach gefragt wurde, habe ich mich dazu entschlossen euch heute ein bisschen darüber zu erzählen. 
Erst gestern habe ich wieder einmal drei Keksangebote und zwei Mal Schleckerangebote abgelehnt und große Augen und Verwunderung, aber gleichzeitig auch Verständnis dafür bekommen. Das wir keinen Zucker essen verstehen eigentlich die meisten ... irgendwie halt, auch wenn sie es nicht wirklich nachvollziehen können und ganz oft meinen, dass es nur eine "Spinnerei" von uns sei und Zucker ...

Schädlich?

Wenn Kritiker oder Experten in Bezug auf irgendeine sogenannten Alternative (die meist gar keine Alternative, sondern eigentlich nur natürlich ist) Schäden für die Kleinen orten und mehr noch fürchten, dann haben die Vorwürfe und angekündigten Schäden bei näherer Betrachtung meist keine Grundlage. Viel eher werden da meist altbekannte Ängste bedient und Mythen genährt.
Interessanterweise geht es nämlich selten um jene Dinge und Umstände, die dem kleinen Individuum wirklich kurz- oder langfristig Schaden zufügen, sondern sehr häufig um die innige Eltern-Kind-Beziehung und das Rundherum ... Wie zum Beispiel den bedürfnisorientierten Umgang mit den kleinen heranwachsenden Menschen. Ich werde dabei den Eindruck nicht los, dass es genau dieser ist, vor dem sich die Experten eigentlich fürchten und den sie auf Biegen und Brechen zu verhindern versuchen. Jeder weitere Artikel hinterlässt in mir das Gefühl, dass die Verfasser um jeden Preis verhindern wollen, dass viele Eltern diesen Weg einschlagen und einen bedürfnisorientierten, achtsamen, bewussten und liebevollen Umgang mit ihren Töchtern oder Söhnen leben.

Die innige Eltern-Kind-Beziehung und der bedürfnisorientierte Umgang mit den kleinen Menschen wird bekanntlich recht gerne und besonders oft ins schräge Licht gerückt. Gut zugegeben: teilweise und ...

Regionale Treffen

Gestern war es soweit. Das erste Wiener Regionaltreffen für Eltern freilernender Kinder hat stattgefunden. Eine gar nicht so kleine, aber sehr feine Gruppe und eine tolle Gesprächsrunde hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist näher zusammen zu rücken und einander das Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein. Ich bin mit dem Bedürfnis nach Hause gefahren, gleich einen neuen Termin für das nächste Treffen zu suchen. Besonders gefreut hat es mich, dass Heidi (Krisa) und Sigrid (Haubenberger-Lamprecht) beim Treffen mit dabei waren und wir uns in unseren Erzählungen und Eindrücken, wie auch in der Beantwortung ganz spezieller Fragen - seien sie nun rechtlicher oder alltäglicher Natur ergänzen konnten.

Es tut sich was ...
Und das ist auch gut so. Unschooling oder Freilernen mag nicht jedermanns Weg sein, aber jeder kleine wie auch große Mensch sollte eigentlich die Möglichkeit haben sich frei und selbstbestimmt zu entwickeln und zu lernen. Ob er nun zuhause ist oder in einem Gebäude namens Schule. Ohne Beschränkung, ohne Beurteilung und Belehrung, ohne Forcierung und Schubladisierung ... dafür mit angemessener Begleitung und in einer bereichernden, achtsamen und wertschätzenden Umgebung. Und genau das, wollen wir erreichen. 
Das Freilernen nicht unbedingt ohne außerhäusliche Betreuung stattfinden muss, zeigen die kleinen, individuellen Projekte die es berufstätigen oder auch alleinerziehenden Müttern oder Vätern recht gut ermöglichen, ihre Kinder frei lernen zu lassen. Kleine Projekte die durch die Initiative von Eltern entstanden sind und Raum schaffen für Alle, die sich das Freilernen zwar vorstellen können, aber nicht wissen wie sie es umsetzen könnten oder auch Angst davor haben, auf sich alleine gestellt zu sein.

Ziel ist es, nicht nur, regelmäßig und flächendeckend in ganz Österreich derartige Regionaltreffen abzuhalten, sondern durch die regionalen Treffen Vernetzung einerseits zwischen den einzelnen Freilerner Familien zu ermöglichen, andererseits auch zwischen den Familien und den bestehenden "Freilerner"Projekten.
Und eigentlich wollte ich euch an dieser Stelle jetzt ein paar Eindrücke in Form von Bildern bieten, aber wie es so ist, hat der Fotoapparat recht gut in meinem Rucksack gelegen. Die Große - die mir eigentlich versprochen hat zu fotografieren hat ihn ebenso vergessen, wie ich auch. Viel zu spannend war für mich die Gesprächsrunde und für die Große das Spielen mit den anderen.
Darum hier ein paar Fotos vom Freilernertreffen im November und das Versprechen, dass ich das Fotografieren beim nächsten Treffen jemandem übertragen werde :-).

     

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