Aus - (der) - Zeit

Der letzte Beitrag liegt nun schon etwas mehr als zwei Wochen zurück. Zwei Wochen, die ich mich bewusst dazu entschieden habe den Computer zu meiden. Und zwei Wochen, in denen so viel geschehen ist, dass es uns wie selbstverständlich erscheint sie in ein DAVOR und DANACH einzuteilen.
Das DAVOR, welches geprägt war von dem sehnsüchtigen Erwarten der Geburt, der leisen Ungeduld und dem gleichzeitigen Genießen der letzten Schwangerschaftstage. Im Grunde Tage voller ambivalenter Gefühle und der abermaligen Erkenntnis, dass dieses Warten auf die Geburt mitunter unendlich schwer sein kann. Für mich ebenso, wie für alle anderen. 
Und jetzt, das DANACH, dieser Schwebezustand zwischen dem Zauber der ersten Zeit und dem nicht zu ignorierenden Alltag voller Bedürfnisse von Groß und Klein, die nicht aufgeschoben werden können und nach Erfüllung rufen. Dazwischen die Geburt, mit der unser jüngstes Familienmitglied im wahrsten Sinne des Wortes (beinahe) heimlich und von den Geschwistern unbemerkt in unsere Familie geschlüpft ist. Ein Erlebnis, über das ich euch zu einem späteren Zeitpunkt sehr gerne berichten möchte. Nicht zuletzt, weil es mir wieder einmal gezeigt hat, wie kraftvoll und schön es sein kann.

Dankbarkeit
Die Ankunft eines kleinen Menschen ist immer wieder aufregend und spannend. Und auch, wenn es hier schon ein nicht mehr ganz so unbekanntes Szenario ist, so ist es doch jedes Mal wieder neu und jedes Mal wieder eine wunderschöne, berührende Erfahrung. Eine Erfahrung, die bleibt und die uns alle um ein wenig reicher macht. Und eine Erfahrung, die mich auch diesmal wieder mit Dankbarkeit erfüllt. Wenn ich da sitze, das kleine, so perfekte Wesen in meinem Arm, friedlich vor sich hin schlummernd und den großen und noch nicht ganz so großen Geschwistern draußen vorm Fenster dabei zusehe, wie sie in den herbstlichen Sonnenstrahlen Seilspringen. Wie sie lachen, zählen und sich gelegentlich auch in die Haare bekommen, wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Wenn ich daran denke wie sie in dieser Zeit mal ganz selbstverständlich und dann wieder etwas nörgelnder mithelfen, wie die Großen auf die Kleinen schauen und wie sie darauf achten, dass der annähernde Tagesrhythmus erhalten bleibt, dann sind Glück und Zufriedenheit greifbar.
Trotz dem nicht zu leugnenden Alltag, trotz der immer wieder kehrenden Spannungen zwischen den großen Geschwistern und trotz aller Lebendigkeit herrscht hier im Moment dieser ganz eigene zauberhafte Frieden vor. Dieses aus der Zeit sein, diese wunderbaren Momente als Familie, wo Zeit unwichtig wird und die so wertvoll sind. Wertvoll für uns als Eltern aber auch als Paar, wertvoll für uns als Familie und wertvoll für die jungen Menschen hier, die sich - zweifelsohne ihre ganz eigenen Erfahrungen und Bilder aus dieser Zeit mitnehmen werden. Und jedes Mal wieder ist es spannend mit welcher Selbstverständlichkeit einerseits dieser kleine Neuankömmling hier im Kreis aufgenommen wird, und mit welcher Neugierde er andererseits beschnuppert, bestaunt und gehalten wird.

Etwas ruhiger ...
Wenn es hier in nächster Zeit also etwas ruhiger werden sollte, wenn die Beiträge etwas länger auf sich warten lassen, dann liegt das an diesem kleinen Wesen, welches derzeit beinahe meine gesamte Aufmerksamkeit einfordert. Und das ist auch gut so :-). Denn der Blog kann ebenso warten, wie die Ideen in meinem Kopf. Und die Zeit, in der dieses wunderbare kleine Wesen im Schnelldurchgang stillt, weil das Rundherum viel spannender ist, kommt gefühlt wahrscheinlich eh wieder einmal viel zu schnell.

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Kommentare   

0 #1 Irene berger 2017-11-06 20:50
Wünsch euch viel liebe und Freude mit amelie in Gedanken oft bei euch
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