Lerneffekt dank Erziehung?

WOHL KAUM! Beziehungscrash dafür umso wahrscheinlicher.
Maßregelung, in Erziehungsabsicht gesetzte Konsequenzen, Zurückweisung und in langatmigen Reden zum Ausdruck gebrachtes Missfallen über das Tun des Kindes, zudem Lob und versprochene Belohnung, taktisch gesetzt, in dem Versuch gewünschte Erfolge zu erzielen ... Erziehung in dem Sinne ist "bunt" ... und "vielfältig" .... und stört - in der Art und Weise gelebt und praktiziert - das Bindungs- und Beziehungsgleichgewicht zwischen Eltern und ihren Töchtern und Söhnen empfindlich.

Lernen heißt Probieren ...
und beinhaltet immer die Option, dass etwas nicht so laufen kann, wie gedacht.
Denn das kleine, entdeckende, probierende, erfahrende, lernende, begreifende kleine Wesen macht gelegentlich Dinge, die Chaos verursachen. Im Versuch sich selbst Wasser einzufüllen, geht das Glas über, im Versuch sich selbst Essen zu nehmen, patzt es daneben, im Versuch die Schüssel selbst zu tragen, fällt sie mitunter zu Boden und so weiter und so fort. Das kleine, entdeckende, probierende, erfahrende, lernende, begreifende kleine Wesen probiert Verhaltensweisen, die möglicherweise Grenzen anderer überschreiten und ahmt Tätigkeiten nach, die gehörig schief gehen - weil gewisse, kleine, kaum wahrnehmbare Schritte in seinem Verständnis einfach noch fehlen.
All das geschieht unbeabsichtigt. Es ist Teil des Lernens, Entdeckens und Begreifens.
Das kleine Wesen probiert, weil es entdecken und erfahren möchte. Es verursacht "Chaos", weil nicht alles auf Anhieb klappt und weil Lernen eben auch "Fehlversuche" beinhaltet. Es übertritt mit seinen gesetzten Handlungen Grenzen, weil es ausprobiert und Empathie nicht angeboren ist, sondern erworben wird - durch Vorbildwirkung, durch verständnisvolle Begleitung und das Erleben am SELBST. Durch Aktion und darauf folgende Reaktion.

Und eben diese Reaktion unsererseits ist es, die darüber entscheidet, was gelernt wird und welche Folgen dieses Lernen für den kleinen Menschen und sein SEIN wie auch ERLEBEN haben wird. Warum? Weil unsere Reaktion nicht nur im AUSSEN - auf den weiteren Lernprozess und das weitere Erforschen, Entdecken und Begreifen - wirkt, sondern auch im INNEN. Dort, wo es für uns nicht bewusst wahrnehmbar ist. Dort wo die Fäden zusammenlaufen, wo Bindung wirkt und wo Abläufe geschehen, über die wir nicht nachdenken müssen. Von Natur aus.

Sympathikus und Parasympathikus ...

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