"Hör gut zu"

Nein, so funktioniert das nicht, das mit dem gut zuhören. Auch dann nicht, wenn berühmt berüchtigte Zusätze wie  "zum hunderttausendsten Mal" und "wie oft soll ich dir das noch sagen?" hinzu gefügt werden. Und mal ganz abgesehen davon: Wie hört man eigentlich gut zu? Und wenn es ein gutes Zuhören gibt, gibt es dann auch ein schlechtes?
Ich weiß schon, als Eltern wünschen wir uns, dass die Kleinen manches ganz genau aufnehmen und es sich - noch besser - augenblicklich abspeichern. Weil es uns wichtig ist und weil wir eben nicht alles tausendmal oder gar hundertausendmal wiederholen wollen. Wir wollen das die bestimmten  Bücher im Bücherregal bleiben und gewisse Laden geschlossen. Wir wollen, dass unsere Notzien nicht übermalt oder gar als Bastelmaterial verwendet werden und dass die Kleidung zumindest weitestgehend im Schrank bleibt oder das Zimmer abends nach dem Spielen soweit aufgeräumt wird, dass wir nicht ständig auf irgendwelche Dinge steigen oder drüberstolpern. Wir wollen dass die Schuhe beim Betreten des Hauses ausgezogen und die Hände nach dem Essen gewaschen werden .... Wir wollen eigentlich ganz schön viel. Viel zu viel für den kleinen Menschen. Und wenn wir dann auch noch zu Plappern beginnen und wollen dass die Kleinen gut zuhören. Dann geht meist gar nichts mehr.

Notwendige Grundstruktur trifft auf Entdeckergeist
Eines vorweg: jedes Miteinander braucht seine Regeln, zwecks Orientierung und Alltagserleichterung. Um das Anzweifeln dieser, ...

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