Geschwisterliebe

Da sitzt sie, unsere bald Vierjährige, das Baby im Arm und ein Lächeln im Gesicht. Sanft schaukelt sie hin und her, spricht beruhigende Worte, lächelt, singt ... und das vorher noch unruhige Baby ist plötzlich ganz ruhig. Blickt der großen Schwester in die Augen und beginnt ebenfalls zu lächeln. 
Es war einer dieser Tage, wo die Zeit schneller vergeht als einem lieb ist. Wo sich die zu erledigenden Arbeiten immer höher türmen und alles einfach nur drunter und drüber geht. Die Großen mit dem Papa unterwegs, die Kleinen bei mir, das Essen am Herd, die nasse Wäsche in der Waschmaschine und die Trockene noch nicht annähernd zusammen gelegt, das Baby unruhig und das Tragetuch nicht griffbereit. Und so, als hätte sie nie etwas anderes getan, nimmt die Vierjährige plötzlich ihre kleine Schwester in den Arm und beruhigt sie. Einfach so. Ganz selbstverständlich. So, als hätte sie nie etwas anderes getan und so, als wäre es das Natürlichste überhaupt. Ist es auch. Eigentlich. Wenn wir nicht verhindern, sondern zutrauen und vertrauen. 

Verhindern, misstrauen, maßregeln
Wenn ich etwas gelernt habe, in den Monaten nach der Geburt unseres Zweiten, dann vor allem eines: ...

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