Lebendig, chaotisch und gelegentlich ...

der pure Wahnsinn. Gut zugegeben, Letzteres dürft ihr mit einem Schmunzeln lesen und auch so werten. Aber gelegentlich fühlt es sich so an. Und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es im Grunde nur vollkommen normal ist, wenn ein Haufen kleiner und großer Menschen so intensiv Zeit miteinander verbringt, wie das in einer nicht miehr ganz so kleinen Familie der Fall ist. Und da ich im Moment geduldig darauf warten muss, dass sich unser jüngstes Familienmitglied dazu entschließt seine Bauchwohnung zu verlassen, bleibt nicht nur ausreichend Zeit die lieben kleinen Geschöpfe hier in ihrem Tun und Miteinander zu beobachten, sondern zudem auch noch (wieder einmal) darüber nachzudenken. Wie das eigentlich so ist, mit der Geschwisterbeziehung, der Zuneigung und Fürsorge und all den dazwischen stattfindenden Streitereien und Plänkeleien. Und warum die für uns zwar (mitunter) lästig oder auch nervenaufreibend, aber durch und durch wichtig sind.

Ein bisschen von Allem ...
Heute streiten wir nicht ... ja? Heute vertragen wir uns den ganzen Tag, stimmts?
Im Aufwachen höre ich Mädl Nr. zwei mit Mädl Nr. drei flüstern. Sie liegen eng aneinander gekuschelt neben mir im Bett und schmieden leise Pläne für den ganzen Tag. Und ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Es erinnert mich an die Tage meiner eigenen Kindheit und die Momente mit meiner Schwester wo wir ähnliche Vorhaben hatten. Vorhaben die sogar soweit geführt haben, dass wir ausschließlich die Lieblingsspeisen der anderen gegessen haben. Aus eben diesen Erfahrungen weiß ich aber auch, dass derartige Vorhaben sehr viel von so kleinen Menschen verlangen und spätestens nach zwei Tagen nicht mehr durchführbar sind. Denn irgendwann kommt der Moment wo man eben nicht mehr nachgeben will oder die liebe Schwester oder der liebe Bruder etwas macht, was man überhaupt nicht mag und wo man keine Lust mehr auf "vertragen" hat.
In meinen ersten Jahren als Mama und mit zunehmendem Alter der Großen und damit einhergehender Zunahme der Streitereien habe ich sehr viel gelernt. Oft genug lag mir der in meiner eigenen Kindheit so oft gehörte Satz "jetzt vertragt euch doch endlich" (o.ä.) auf der Zunge. In einem solchen Moment, wo ich das Gefühl hatte keine Sekunde länger diese ständigen Plänkeleien auszuhalten, aber auch keine Lust darauf hatte derartige Sätze zum Besten zu geben habe ich für mich beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und mich mit einigen Fragen diesbezüglich auseinander zu setzen.
Warum stört es uns so? ...

Bitte Anmelden oder registrieren um den ganzen Artikel zu lesen

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Neueste Kommentare

Anmelden