Was wirklich zählt

Jetzt sind sie wieder da, die langen hellen Tage (und hoffentlich auch bald wieder die entsprechenden Temperaturen), an denen sich die kleinen Menschen abends nicht und nicht ins Haus locken lassen wollen - trotz offensichtlicher Müdigkeit, trotz Hunger, so einigen Schrammen und einer nicht näher zu definierenden Schmutzschicht, die von langen Tagen in Wald und Wiesen herrührt. Oder vom Ausgraben interessanter Gegenstände, vom Feuer machen und in der Erde wühlen, vom Fangen und Verstecken (oder was auch immer) spielen und auf die Bäume oder Felsen klettern, vom Hügelbeet anlegen und Gemüse anbauen, ...
Für mich sind es die Tage der immervollen Waschmaschine und der immer nur peripher vorhandenen kleinen Menschen, die lediglich dann in meiner Nähe auftauchen, wenn sie hungrig sind, kurz mal ausruhen (und kuscheln) wollen oder verarztet werden müssen. Es sind die Tage, an denen ich mir Geschichten von Walderlebnissen anhören und aus Lehm gefertigte Kunstwerke anschauen darf. Tage an denen ich einen Berg von Fundstücken bewundern darf, die von interessant geformten Hölzern über schöne Steine bis hin zu ehemals vergrabenen oder verlorenen Gegenstand reichen und die dann entweder in Kisten gesammelt, ins Spiel eingebaut oder irgendwie weiter verarbeitet werden. Es sind Tage an denen die Erlebnisse Abends ganz oft in Geschichten niedergeschrieben oder als Zeichnung nacherzählt werden und wo zum Drüberstreuen ein paar andere Themen aufkommen über die dann gefühlte weitere Stunden gesprochen und geredet werden muss. Themen, die so gut wie alles (und noch viel mehr) beinhalten, was man unter anderem auch in Schulbüchern finden kann.

Ja, aber ...

Ja, aber ... hören wir so oft. Mit zig Erläuterungen (die manchmal fast schon wie Entschuldigungen klingen) warum oder wieso ...

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Kommentare   

0 #1 Veronika Herrlich 2017-05-06 08:42
Liebe Lini,
danke für deine wundervollen Artikel. Wir möchten unsere Kind auch in keine einzwängenden Strukturen packen. Allerdings leben wir in Deutschland, was es dem Freilernen ja etwas schwieriger macht. Ich habe allerdings die Hoffung, dass sich in den nächsten Jahren da sich noch was tun wird. Wir haben ja noch etwas Zeit. Dann kommt noch die Familie hinzu, die sich so eine Art des Lernens überhaupt nicht vorstellen kann (weil es halt nun mal nicht so ist und nicht so gekannt wird und doch alle so machen) und Schule eben eine Pflicht ist! Wenn man dann noch in einem Haus wohnt, wird das wirklich eine Herausforderung . Ich denke das braucht viel Kraft.
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