Alle Jahre wieder kommen rund um den Schulanfang diverse Medienanfragen zum Thema Freilernen. Entweder über die Plattform des Netzwerkes der Freilerner in Österreich, bei dem wir seit Anfang an aktiv ehrenamtlich tätig sind, oder direkt zu uns. Das ständig steigende Interesse an alternativen Bildungswegen ist erfreulich, doch nicht immer sind die Anfragen oder die daraus resultierenden Ergebnisse so, wie man sich professionelle, neutrale und gut recherchierte Berichterstattung erwartet.

Die diesjährigen Anfragen sind durchwegs in einem unterschwellig drohendem Tonfall gehalten und versuchen krampfhaft Verbindungen herzustellen, die das Netzwerk in eine braune, staatsverräterische, esoterische oder sonstwie Ecke stellen. Die Stärke des Freilernens sowie auch des Netzwerks ist aber gerade die unglaubliche Diversität, die bunte Mischung quer durch die Gesellschaftsschichten und Weltanschauungen. Wir sind keine homogene Gruppe, sondern sehr unterschiedliche Menschen, denen das Thema der freien Bildung wichtig ist. Klarerweise kann es vorkommen, dass Mitglieder Privatmeinungen und -interessen haben, die sich mit den Werten und Zielen des Vereins nicht oder nur teilweise decken. Genau so, wie im Fußball-, Musik- oder Schrebergartenverein auch.

Trotzdem ist es natürlich absolut wichtig und richtig, Position zu beziehen und Klarheit zu schaffen. Daher ist es mir ein Anliegen, hiermit ...